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Verhältnis zwischen der Abbildungsgröße und der Größe eines Gegenstandes. Diese wird als Verhältniszahl oder Dezimalbruch angegeben.
Mit Abbreviaturen (lateinisch: Abkürzungen) bezeichnet man in der Typographie Zeichen, die durch das Zusammenziehen von Buchstaben entstehen. Ein Beispiel dafür ist das Zeichen "&", eine Kombination der Buchstaben "e" und "t" zu "et" (lateinisch "und").
Thermische Verdampfung. Technologie für das thermische Bebildern von Offsetplatten. Bei diesem Plattentyp erfolgt die Bebilderung durch Ablation, das heißt durch das Abtragen (eine Art Mikro-Explosion) einer Ablationsschicht. Diese Platten benötigen nur noch eine mechanische Behandlung und in manchen Fällen eine Wasserspülung. Das Hauptproblem dieser Technik liegt darin, dass staubähnliche Rückstände des Ablationsvorgangs mit leistungsfähigen Systemen ("Staubsaugern") aus dem CtP-System entfernt werden müssen.
Gestaltungsanweisung beziehungsweise Druckerbefehl hinsichtlich Schrift, Zeilenmaß etc., der auf einen Absatz (englisch: "paragraph") in einem Text wirkt.
Programm von Adobe, mit dem Dokumentenseiten erzeugt werden, die mit Hilfe eines Readers (kostenloses Programm) auf jeder gängigen Rechnerplattform angesehen und auf PostScript-Druckern gedruckt werden können. Wesentlicher Vorteil: Es bleiben alle Schriften, Farben und Formen des Dokumentes absolut identisch erhalten, auch wenn die Schriften oder das Programm, mit der die Seite oder das Dokument erzeugt wurde, nicht auf dem Rechner des Betrachters vorhanden ist; weltweiter Standard im Dokumentenmanagement.
Künstliches Wort (keine Abkürzung) aus den Anfangsbuchstaben seiner Einzelworte.
Entstehen durch die Addition von Licht unterschiedlicher Farbe. Mit den so genannten Grundfarben Rot, Grün und Blau lassen sich in der Theorie alle sichtbaren Farben bilden, wobei alle drei Farben zu gleichen Teilen übereinander projeziert Weiß ergeben. Das farbige Sehen des Menschen arbeitet mit rot-, grün- und blauempfindlichen Sinneszellen. Treffen beispielsweise rote und grüne Lichtstrahlen auf die entsprechenden Empfangszellen des Auges, so ergibt dies die Mischfarbe Gelb. Werden alle drei Farbempfänger erregt, dann sieht das Auge weiß. Das gängige, vor allem bei Bildschirmen und Scannern eingesetzte additive Farbmodell RGB verwendet diese Grundfarben. Durch Mischen von je zwei dieser Farben zu gleichen Anteilen entstehen als Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb, die ihrerseits die Grundfarben des subtraktiven Farbmodells CMYK bilden.
Erzeugung von Farben durch die Addition von Licht unterschiedlicher Farbe. Bildschirme verwenden dazu verschiedenfarbige Lichtpunkte, die durch das begrenzte Auflösungsvermögen des menschlichen Auges zu einem Farbeindruck zusammenfließen, welcher der Summe der Einzelfarben entspricht.
Systemverwalter in einem Netzwerk, der über alle Zugriffsrechte verfügt und für die Betreuung des Netzwerks zuständig ist.
Adobe Systems Incorporated mit Sitz in San José/Kalifornien ist ein führender Software-Hersteller im Bereich Grafik und Bildbearbeitung. Zu den Produkten des 1982 gegründeten Unternehmens zählen das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop, das Zeichenprogramm Illustrator sowie die Desktop-Publishing-Programme Indesign und Pagemaker. Von Adobe stammen auch die Seitenbeschreibungssprache Postscript sowie das geräteunabhängige Datenformat PDF (Portable Document Format).
Papiersorten für großformatige Plakate, meist holzhaltig und stark geleimt.
In der Typographie bezeichnet man die geschweifte Klammer "{ }" mit Akkolade.
Lateinisch accidens - das Zufällige, das Veränderliche. Bezeichnung für Drucksachen kleineren Umfangs für Privatpersonen, Betriebe, Verwaltungen etc. Zeitungen, Zeitschriften und Werke sind keine Akzidenzen. Die Bezeichnung Akzidenz erklärt sich dadurch, dass Drucker im 15. Jahrhundert in der Regel hauptsächlich mit der Herstellung von Büchern beschäftigt waren und Akzidenzarbeiten nur gelegentlich anfielen. Die vermutlich älteste Akzidenzdrucksache und das älteste gedruckte Formular sind die Ablassbriefe der Römischen Kirche im 15. Jahrhundert.
Struktur, Grundschema, Muster; zum Beispiel bei einem Programm, einer Verarbeitungs- beziehungsweise Entscheidungsfunktion oder der Wiederholung definierter Elemente und Vorgänge.
Für Maskierungen reservierter acht Bit tiefer Speicherbereich bei Bildbearbeitungsprogrammen. Auch: in Bildbearbeitungsprogrammen und Bilddatenformaten eingebautes Feature, um neben reinen Bildinformationen auch Behandlungsroutinen und Besonderheiten (zum Beispiel transparenter Hintergrund) zu speichern.
Auch Gatefold oder Fensterfalz genannt. Bei dieser Falzart wird ein Blatt so gefaltet, dass zwei Flügel entstehen, die von einer weiteren Seite zu öffnen sind. Man unterscheidet zwischen Zwei- und Dreibruchfalz.
Für Recyclingzwecke zur Papierfabrik zurückgeführte Papierabfälle aus Produktion, Handel, Haushalten, etc.
Siehe Amplitudenmodulierter Raster.
Rasterverfahren, bei dem die Rasterpunkte gleiche Abstände besitzen und die Halbtöne durch unterschiedliche Größen der Rasterpunkte erzeugt werden - wird auch "autotypischer Raster" genannt. Mehrere Farbformen im Zusammendruck müssen bei diesem Rasterverfahren in genau einzuhaltenden Rasterwinkeln zueinander verdreht werden, um die Entstehung von Moiré zu verhindern.
Auch Maschinen-Proof genannt dient er dazu, das zu erwartende Druckergebnis gleichsam in einem Probelauf unmittelbar an der Druckmaschine zu kontrollieren.
Bei einem Andruck als Qualitätsprüfung dient eine Andruckskala zur Beurteilung der Farben auf dem Bedruckstoff. Dazu werden auf einer kleinen Fläche beim Vierfarbdruck die vier Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz allein und in verschiedenen Kombinationen zusammen gedruckt.
Als ältere Bezeichnung für den Flexodruck bezieht der Anilindruck seinen Namen von den verwendeten alininhaltigen Farben. Die nach diesem Verfahren arbeitenden Druckmaschinen nutzen elastische Gummiwalzen als Hochdruckform und drucken mit schnell trocknenden, dünnflüssigen Farben. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen die ersten Maschinen dieser Art auf den Markt. Mit ihnen bedruckte man vor allem Verpackungsmaterial.
Mit Anilox-Hochdruck bezeichnet man ein Hochdruckverfahren, das mit einer aus der Tiefdrucktechnik entlehnten, sehr einfachen Farbzuführung arbeitet. Eine nach Art eines Rasters mit kleinen Vertiefungen überzogene Farbwalze ("Aniloxwalze") wird im Überschuss eingefärbt, und eine Rakel entfernt anschließend die überschüssige Farbe. Dies führt sofort zu einem sehr gleichmäßigen Farbfilm, so dass im Farbwerk keine weiteren Walzen zur Farbverteilung erforderlich sind. Als Vorteile des Verfahrens gelten die einfache Konstruktion des Farbwerks und die leichte Steuerbarkeit der Farbzufuhr.
Sammelbegriff für die Kombination von Bild, Text, Grafik und zum Teil Bewegtbild (Video) innerhalb eines Files beziehungsweise Darstellung auf dem Computerbildschirm; allgemein "bewegte Bilder".
Ein Pfad besteht aus einem oder mehreren Segmenten. Ankerpunkte, die den Anfangs- und Endpunkt jedes Pfadsegmentes bestimmen, "verankern" den Pfad an einer bestimmten Stelle. Durch das Verschieben von Ankerpunkten werden Pfadsegmente verändert und damit die Form des Pfads.
Bezeichnung für Dateien, die UUencodiert (UUencode), nach dem MIME-Standard oder in anderen Kodierungen als Teil einer E-Mail verschickt werden. Jede Art von Datei kann als Anlage verschickt werden; zumeist werden Anlagen zu einem Archiv gepackt, vor allem, wenn es sich um große Dateien handelt. Die größte Gefahr eines Virenbefalls durch über das Internet empfangene E-Mails geht von den Anlagen aus.
Im Bogendruck nennt man Anlegemarken am vorderen und einem seitlichen Rand gedruckte Markierungen, die zur optischen Kontrolle dienen, wenn der Bogen zum Falzen oder Schneiden angelegt wird. An den Markierungen lässt sich erkennen, an welchen Seiten der gedruckte Bogen anzulegen ist, damit er standrichtig gefalzt und beschnitten werden kann.
Schneidgutpositionierung in der Maschine.
Schriftarten, deren Buchstaben an den Strichenden kleine Endstriche (Serifen) tragen. Die Grundform der Antiqua-Schriften geht direkt auf die antike römische Capitalis-Schrift zurück: Die Großbuchstaben sind der römischen Schrift entlehnt, die Kleinbuchstaben (Gemeine) stammen von der karolingischen Minuskel. Neben den Serifen ist wechselnde Strichstärke ein häufiges Merkmal der Antiqua-Schriften. Ihr Vorteil: Sie lassen sich in Lauftexten besonders gut lesen. Berühmte Beispiele sind die Times (als klassisches Vorbild), die Bodoni und die Garamond.
Ein vom unmittelbaren Computernutzer oder -käufer für seine Zwecke verwendetes Programm mit spezifischer Funktion; Gegensatz zu Betriebsprogramm, das interne Angelegenheiten des Computers regelt; Anwenderprogramm ist jedes Programm.
Papier aus 100 Prozent Altpapier nennt man AP-Papier.
Server im Netzwerk, auf dem alle benötigten Programme installiert werden. Die Clients des Netzwerkes bekommen keine eigene Installation, sondern erhalten Zugriffsrechte auf das Programm des Servers. Hierdurch kann man den Lizenzbedarf exakt einhalten, da die Clients meist auch keine eigene Festplatte besitzen, was die Installation von so genannten Raubkopien unterbindet. Ferner kann man mit einem einzigen Update auf dem Server alle Rechner des Netzwerkes auf den neuesten Versionsstand bringen.
Als Gerät zur Bestimmung der Dichte von Flüssigkeiten dient das Aräometer (genauer: Skalenaräometer, auch Senkwaage oder Spinde genannt) in der Drucktechnik unter anderem dazu, die Konzentration von Alkohol in wasserhaltigen Prozessflüssigkeiten zu messen. Zu diesem Zweck besteht die Vorrichtung aus einer verschlossenen, mit Luft gefüllten Glasröhre mit einem Gewicht an einem Ende. Taucht man das Aräometer in die zu prüfende Flüssigkeit, so schwimmt es je nach dessen Dichte höher oder tiefer. An einer Skala lässt sich dann die Dichte ablesen. Dies erfolgt in speziellen Einheiten (Bé nach Baumé oder Brix) oder bei spezialisierten Aräometern direkt in der zu messenden Konzentration (Alkoholkonzentration beim Alkoholometer, Zuckeranteil beim Saccharimeter etc.). Da sich die Dichte von Flüssigkeiten mit ihrer Temperatur ändert, bezieht sich die Skala eines Aräometers stets auf eine bestimmte Temperatur. Um korrekte Messungen zu erleichtern, enthalten manche Ausführungen zusätzlich ein Thermometer.
Mit dem Aschegehalt eines Papiers bezeichnet man die Anteile an anorganischen Substanzen, die beim Verbrennen des Papiers als Asche zurückbleiben.
Der in den USA standardisierte American Standard Code for Information Interchange, abgekürzt ASCII dient dazu, Buchstaben und Zahlzeichen zur elektronischen Speicherung und Verarbeitung als Zahlen zu kodieren. Dies erfolgte zunächst mit Binärzahlen mit sieben Ziffern (sieben Bit), mit denen sich insgesamt 128 Zeichen darstellen lassen, später mit 8-Bit-Zahlen, welche die Darstellung von 256 Zeichen erlauben. In letzter Zeit setzt sich die Unicode-Darstellung mit 16-Bit-Zahlen durch. Damit lassen sich 65.536 verschiedene Zeichen darstellen.
Mit Asphaltlack bezeichnet man eine dunkelbraune bis schwarze Mischung aus Wachs, Harz und Asphalt, die leicht schmelzbar ist und sich in organischen Lösungsmitteln wie Benzin, Petroleum oder Terpentin löst. Wegen seiner Beständigkeit gegen Säuren wird Asphaltlack als Abdeckschicht in Ätzprozessen bei der Herstellung von Druckformen verwendet.
Wird in unbestimmte Teile des Ausgangsformates eingeteilt. Bei einem Bruch zum Beispiel im Verhältnis 3:1. Diese Bruchlage wird für Wickelfalzprodukte und Leporellos eingesetzt.
Technik, die 1984 von IBM eingeführt wurde. Der AT-Computer, Nachfolger des XT-Computers, basierte auf einem 80286-Prozessor der Firma Intel. Heute wird jeder mit einem 16- oder 32-Bit-Prozessor (processor) arbeitende PC als AT-Computer bezeichnet.
Bei dieser sitzt der Schreibkopf außerhalb der Trommel. Der Film oder die Druckplatte wird außen auf die Trommel gespannt und über ein Vakuum fixiert. Während der Belichtung rotiert die Trommel und der Schreibkopf bewegt sich mit zeilenweisem Vorschub über das zu bebildernde Material.
In der Optik ist die Auflösung ein Maß für die Fähigkeit von Ein- und Ausgabegeräten oder auch fotografischen Filmen, zwei benachbarte Punkte noch getrennt voneinander darzustellen. Die Auflösung hängt von den physikalischen Eigenschaften des darstellenden, beziehungsweise aufnehmenden Geräts oder Materials ab und findet zumeist ihre Grenze in der Wellenlänge des verwendeten Lichts. Man gibt die Auflösung in der Regel mit Punkten pro Zoll (dots per inch - dpi) oder in Linien pro Millimeter an.
Entspricht im Bereich der Drucktechnik der Auflösung der Bilddaten. Sie gibt an, wie viele Bildpunkte pro Längeneinheit (zum Beispiel Zentimeter) digitalisiert wurden. Für den mehrfarbigen Offsetdruck mit einer Rasterfrequenz von 60 Punkten pro Zentimeter (entspricht 150 Punkte pro Inch) sollte die Ausgabefrequenz bei 300 Punkte pro Inch liegen. Dabei liegen für die Erzeugung des Rasterpunktes jeweils vier Bildpunkte (zwei in jeder Richtung) vor. Bei Schwarz-Weiß-Abbildungen kommt es durch die Notwendigkeit einer Detaildarstellung zu Ausgabefrequenzen bis zu 2.400 Punkten pro Inch. Abhängig von notwendigen Maßstabsänderungen der Vorlage zur Reproduktion sind die notwendigen Auflösungen im Scanner auch deutlich höher oder niedriger.
Beinhaltet die fertig platzierten Seiten (Anordnung) der Druckform. Je nach Seitenumfang variieren die Seitenzahlen (Paginierung) auf den einzelnen Ausschiessformen.
Ausgrenzen von Objektteilen, die unter anderen Objekten verborgen sind (Gegenteil von Überfüllung). Aussparen verhindert, dass sich eine Farbfläche ungewollt mit einer anderen überschneidet. Wird zum Beispiel eine gelbe Überschrift auf eine magentafarbene Fläche gedruckt, so mischen sich diese beiden Farben und es entsteht Orange. Man spricht dann von Überdrucken. Die einzige Farbe, die auf "Überdrucken" gestellt werden darf, ist schwarz. Wenn man aber will, dass die Schrift gelb und der Hintergrund magenta bleiben, muss man die gelbe Überschrift im Magenta aussparen. Durch das Aussparen können aber unschöne "Blitzer" entstehen. Dies wird mit dem Trapping (Überfüllung) korrigiert.
In der Typographie bedeutet das Auszeichnen von Text die Festlegung optischer Merkmale von Schrift innerhalb einer gegebenen Schriftfamilie: Größe, Schriftschnitt etc.
Der Begriff stammt aus dem Griechischen ("selbst geschrieben") und bezeichnet ein Schriftstück, das sein Verfasser mit eigener Hand geschrieben oder zumindest eigenhändig unterschrieben hat. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts existieren Sammlungen von Autographen bekannter Persönlichkeiten und auch ein entsprechender Handel mit diesen Dokumenten.
Ein durch Rasterung für den Druck aufbereitetes Halbtonbild. Es handelt sich dabei eigentlich um eine reine Schwarz-Weiß- beziehungsweise Volltonvorlage, bei der die Rasterung Halbtöne vortäuscht. Als Erfinder der Autotypie gilt der Nürnberger Georg Meisenbach (1841-1912), der 1882 ein von ihm produziertes Raster zum Patent anmeldete (DRP 22244).
Die autotypische Farbsynthese ist eine Kombination aus subtraktiver Farbmischung und additiver Farbmischung im Vierfarbdruck.
Sie entsteht im Druck dadurch, dass das vom Bedruckstoff – durch die einzeln nicht wahrgenommenen halbtransparenten (lasierenden) Farbpunkte im Druckraster hindurch – reflektierte Licht im Auge additiv (physiologisch) gemischt wird. Zusätzlich liegen die Farbpunkte im Druckraster so dicht zusammen, dass sie sich in Teilen überschneiden. Die übereinander liegenden Teilflächen mischen sich auf den Bedruckstoff subtraktiv (physikalisch). Außerdem werden Teile des Bedruckstoffes nicht mit Farbe bedruckt.
Die physiologische Farbmischung im Auge, die physikalische Farbmischung auf dem Bedruckstoff sowie die Reflexion der nicht bedruckten Bereiche im Druckraster erzeugen gemeinsam den Farbeindruck.
Als Funktion eines Layout-Programms soll ein Ästhetikprogramm dafür sorgen, dass der laufende Text nach gängigen typographischen Regeln optisch ansprechend gestaltet wird. Dazu gehören unter anderem die individuelle Einstellung des Abstands zwischen bestimmten Buchstabenpaaren (englisch: Kerning) und Korrekturen an der Position von Zeilenanfängen (zum Beispiel muss eine Zeile, die mit einem "A" beginnt, geringfügig nach außen gerückt werden).
Stufiger, sichtbarer Übergang von Grau- oder Farbwerten innerhalb eines Farbverlaufes.
Bayernbruch ist ein Begriff der Philatelie (Postwertzeichen).
Früher, als die Drucktechniken noch nicht so ausgereift waren, mussten die Druckstöcke mit sehr hohem Druck auf das Papier gepresst werden, damit das Bild auf der Marke nicht verwischt. Durch den hohen Pressdruck kam es zu feinen Rissen auf dem Papier, den sogenannten Bruchlinien, die auf den gedruckten Marken deutlich zu sehen waren. Die frühen deutschen Marken aus Bayern, die solche Bruchlinien aufweisen, nennt der Briefmarkensammler Bayernbruch.
Kurvenverläufe, die durch zwei Endpunkte einer Kurve und die Besonderheiten der an ihnen angelegten Tangenten definiert sind. Durch Unterteilung von Kurvenzügen lassen sich alle Kurven als Bézier-Kurven darstellen.
Von Hand mit einem Sieb "aus der Bütte" geschöpftes Papier mit einem typischen, ungleichmäßigen und verlaufenden Rand. Heute existieren auch maschinell hergestellte Imitate.
Die Bedruckbarkeit (englisch: printability) von Papier fasst alle Eigenschaften zusammen, die das Druckergebnis beeinflussen: Glanz, Glätte, Weißgrad, Opazität etc.
Bedruckstoff, Druckträger oder Substrat ist das Material, das in verschiedenen Druckverfahren bedruckt werden kann, also alles, was in den bekannten technischen Verfahren zu bedrucken ist.
Beispiele sind Papier, Karton, Folie, Blech, Textilien, Glas, Keramik, Haut und vieles andere.
Die Wahl des Duckverfahrens ist abhängig von dem entsprechenden Material. Dabei ist die Beschaffenheit des Bedruckstoffes ebenso wichtig wie seine Form.
Je nach Auflagenhöhe und Beschaffenheit wird der Bedruckstoff mittels Bogendruck- oder Rollendruckmaschinen bedruckt.
Ausgangspunkt für die Erzeugung der Raster ist eine Matrix, die bei der RIP-Implementierung aus 128 x 128 Elementen besteht. In dieser Matrix ist die Punktform als12-Bit-Grauwert abgelegt. Eine Matrix ist eine imaginäre geometrische Form (Netz), die zur Erzeugung der Rasterpunkte aufgebaut wird.
Dadurch erhält ein Buchblock, eine Broschüre oder eine Zeitschrift glatte Buchschnitte. Das Beschneiden eines Produktes erfolgt an den drei Seiten, an denen es nicht geheftet wird. Bei der Klebebindung wird an allen vier Seiten geschnitten. Außerdem werden die einzelnen Seiten von Druckbogen durch das Beschneiden voneinander getrennt, so dass sich das Buch beziehungsweise die Broschüre oder Zeitschrift aufschlagen lässt.
In der Bilddatei gesicherte Freistellmaske; ermöglicht im Layoutprogramm die Platzierung freigestellter Bilder vor einem Hintergrund.
Papierrand eines Druckerzeugnisses, der über die für das Endprodukt vorgesehenen Maße hinausgeht. Dieser Rand ermöglicht es, im letzten Arbeitsgang durch Beschneiden alle Seiten eines Buches oder einer Zeitschrift auf gleiche Größe zu bringen.
Software, um digital codierte Bilder inhaltlich zu überarbeiten. Man unterscheidet zwischen äußerer Bearbeitung (Format, Positionierung und so weiter) und innerer Bearbeitung beziehungsweise Retusche (Zeichen-/Detailveränderung und vor allem Farbgebung, Graustufen und so weiter).
Besteht aus Zellstoff, gegebenenfalls mit geringem Holzanteil und ist gestrichen, oft auch satiniert. Es bietet ähnliche Opazität wie holzhaltige Sorten sowie hohe Alterungsbeständigkeit und vergilbt nicht.
Anzahl der Bildpunkte (Zeilenzahl x Punkte je Zeile); hoch auflösende Bildschirme: zurzeit 1024 x 768 Bildpunkte und mehr.
Dient zur Weiterverarbeitung von Druckerzeugnissen. Als Klebebinder verfügt das Gerät über zwei austauschbare Leimbecken für Dispersionskleber oder Heißleim. Die Maschine verarbeitet Formate von DIN A6+ bis DIN A3+ sowie Zwischenformate. Der Bindexpert ist für eine maximale Bindelänge von 43 Zentimeter und eine Buchdicke bis vier Zentimeter ausgelegt. Außerdem bietet das Gerät eine Rückenbearbeitungsstation, mit der man kerben und fräsen kann. Der Bindexpert ist zur Verarbeitung vieler Papierarten konzipiert, darunter gestrichene, ungestrichene und laminierte.
Das Bit (englische Kurzform für binary digit - Binärziffer) ist die kleinstmögliche Informationseinheit. Ein Bit kann nur zwei Zustände einnehmen (1/0, ja/nein, an/aus etc.) und dient auch als Basis für das von allen Computern intern verwendete duale Zahlensystem. Damit ist das Bit die fundamentale Größe für die elektronische Datenverarbeitung und -kommunikation.
Anzahl übertragener Bits je Zeiteinheit (meist Sekunde) an einer Schnittstelle oder in einem/einer Bus/Leitung; Maß für Übertragungs- und Durchsatzgeschwindigkeiten.
Anzahl von Bits, mit denen ein grafisches Ein- oder Ausgabegerät den Farbwert eines Bildelements darstellt. Grafikkarten von Computern arbeiten zum Beispiel mit Bit-Tiefen von bis zu 24 Bit. Sie haben damit für jede der drei Farbkomponenten Rot, Grün und Blau in der RGB-Kodierung acht Bit zur Verfügung und können damit 224 oder rund 16,7 Millionen Farbtöne darstellen. Moderne Scanner bieten häufig Bit-Tiefen von 30 und mehr Bit.
Einfachstes Grafikformat, bei dem die Bildpunkte innerhalb eines zweidimensionalen Koordinatensystems mit einem x, y-Wert (Lage des Bildpunktes) und einem Farbwert beschrieben werden.
Monochrome Lichtpausen fertiger Druckvorlagen. Heute werden entsprechende einfache Schwarzweiß-Ausdrucke ebenfalls als Blaupausen bezeichnet. Sie dienen als Kontrollmittel (Proof) für Vollständigkeit, Position und Inhalt der einzelnen grafischen Elemente (Texte, Bilder etc.).
Muster eines Druckerzeugnisses, das die herstellungstechnischen Merkmale eines Produktes wie Format, Umfang, Papierqualität, Verarbeitung und Bindung demonstrieren soll. Dabei fehlt der eigentliche Druckvorgang, das heißt die Seiten sind unbedruckt.
Papierverarbeitung innerhalb des Druckprozesses, bei der eine Gravur und eine passend gegenüberliegende Matrize unter hohem Druck eine Prägung im Papier erzeugen. Prägungen mit erhabenem Motiv heißen Hochprägungen, solche mit vertieftem Motiv Tiefprägungen. Daneben gibt es mehrstufige Prägungen, bei dem das Motiv verschiedene Ebenen enthält, und Reliefprägungen, die mit dreidimensionalen Verläufen einen räumlichen Effekt erzeugen. Durch Auftragen und Einschmelzen spezieller Pulvermaterialien lässt sich eine Hochprägung auch simulieren.
Text ohne oder mit unsinnigem Inhalt, der in gestalteten Seiten den beabsichtigten typografischen Eindruck vermitteln soll oder als Platzhalter dient. Blindtext sollte unmittelbar als ungültig erkennbar sein, andernfalls kann es - wie es zuweilen tatsächlich geschieht - dazu kommen, dass er fälschlicherweise als gültiger Text stehen gelassen und gedruckt wird.
Unbedruckte, weiße Stellen zwischen anstoßenden Farbflächen bei Druckerzeugnissen. Das Papier ist hier sichtbar. Solche Stellen treten durch ungenaue Einrichtung der Druckmaschine oder durch Formveränderung des Papiers während des Drucks auf. Um die Gefahr von Blitzern zu verringern, kann man Flächen überdrucken oder geringfügig überlappen (überfüllen). Auch Schneidefehler an angeschnittenen Bildern oder Flächen können zu Blitzern führen.
Bereich einer Bogenoffsetmaschine oder auch der Druckweiterverarbeitung, an dem der Bogen in Vorder- und Seitenmarken ausgerichtet wird. Die Anlage hat die Funktion, die schuppenförmig oder als Einzelbogen ankommenden Bogen vorauszurichten und exakt zu positionieren, bevor sie von Greifersystemen übergeben werden.
Den Offsetdruck als heute meistverwendetes Flachdruckverfahren setzt man in den zwei Varianten Bogenoffset und Rollenoffset ein. Dabei bedrucken Bogenoffsetmaschinen einzelne, geschnittene Bogen. Nach dem in der Größe maximal verwendbaren Bogenformat teilt man diese Maschinen in folgende Formatklassen ein: (Formatklasse x Format) 500 x 700 Millimeter, 560 x 830 Millimeter, 610 x 860 Millimeter, 650 x 965 Millimeter, 720 x 1.020 Millimeter, 780 x 1.120 Millimeter, 890 x 1.260 Millimeter, 1.000 x 1.400 Millimeter, 1.100 x 1.600 Millimeter, 1.400 x 2.000 Millimeter.
Wie auch Flattermarken für die Verarbeitung von Buchblöcken unentbehrlich, um die richtige Reihenfolge der Bogen, Bogenteile und Heftlagen herzustellen.
Entstehen nicht in einem Produktionslauf mit festgelegter Auflage, sondern werden einzeln aufgrund von Bestellungen produziert und ausgeliefert. Dieses durch Digitaldruck ermöglichte Vorgehen kann zum einen bei kleineren Auflagen Kosten sparen, da der Aufwand für Lagerung und nicht verkaufte Exemplare entfällt. Zum anderen ist es möglich, aus vorgegebenen Teilen individuelle Bücher zusammenzustellen.
Bezeichnung der Faserlaufrichtung im Papier. Die lange Seite des Papiers liegt parallel zur Faserlaufrichtung.
Karton aus drei oder mehreren Lagen, bei dem die äußeren Lagen holzfrei sind, das innere Material dagegen Holz enthalten kann. Bristolkarton ist nicht gestrichen und damit ein Naturkarton, er ist stabil und lässt sich gut im Offsetverfahren bedrucken sowie weiterverarbeiten. Typische Einsatzbereiche sind Postkarten, Umschläge und Verpackungen.
Nicht periodisch erscheinende Publikation, die fünf bis 48 Seiten umfasst und einen Papier- oder Kartonumschlag besitzt.
Der Begriff stammt aus der Druckweiterverarbeitung und bezeichnet ein Buchbindeverfahren, bei dem der Umschlag direkt mit dem ein- oder mehrlagigen Block am Rücken verklebt oder geheftet ist. Der Umschlag hat dabei im Allgemeinen dasselbe Format wie der Buchblock und besteht aus gleichartigem Material wie der Innenteil oder aus Karton. Ursprünglich galt die Broschur als provisorische Einbandform, die man verwendete, bevor sich der Käufer des Buches für einen hochwertigen und oftmals sehr teuren Bucheinband entschied. Heute ist diese Bindetechnik als kostengünstige maschinelle Produktion auf eine endgültige Gebrauchsform des Druckerzeugnisses (Broschüre) abgestimmt.
Die für den Lauftext eines Druckerzeugnisses verwendete Schriftart. Der Begriff wird darauf zurückgeführt, dass in Zeiten des Bleisatzes die im Akkord entlohnten Schriftsetzer mit Texten in dieser Schrift den Großteil ihres Verdienstes erzielten.
Bezeichnung für farbige, lackierte, gemusterte, velourierte, bronzierte oder marmorierte Papiere.
Das Byte ist die kleinste adressierbare, das heißt einzeln ansprechbare Speichermenge in einem Computer. Ein Byte besteht aus acht Bit und kann damit 28 oder 256 verschiedene Werte annehmen. Damit lassen sich auch die Zeichensätze der meisten Sprachen in einem Byte kodieren. Daneben gewinnt die Kodierung von Zeichensätzen mit zwei Byte je Zeichen (Unicode) zunehmend an Bedeutung. Zwei Byte können zusammen 65.536 (216) verschiedene Werte annehmen, genug für sämtliche Zeichen aller wichtigen Sprachen der Welt. Die Kapazität von Speichermedien wird in Vielfachen von 210 beziehungsweise 1.024 Byte angegeben: 1 KByte = 1.024 Byte, 1 MByte = 1.024 KByte, 1 GByte = 1.024 MByte etc.
Farb- oder Graustufe, die durch Rastern erzeugt wird.
Abkürzung für "Computer-aided Design", computergestütztes Zeichnen/Konstruieren. Oder: Abkürzung für "Computer-aided Drafting", computergestütztes Entwerfen (Draft bedeutet Rohentwurf).
Das Cameron Book Production System der Prosystem Inc., Somerset/New Jersey ist eine Anlage für die komplette Produktion von Büchern in einem Arbeitsgang von der Papierrolle bis zum fertig gebundenen Buch. Die (heute nicht mehr gebaute) Anlage arbeitet im Hochdruckverfahren.
Arbeiten mit einer so genannten Capstan-Walze (der englische Begriff capstan bedeutet Ankerwinde oder auch Bandantriebsachse), die das zu belichtende, als Rolle vorliegende Filmmaterial bewegt. Zur Belichtung dient ein Laserstrahl, und seine Bewegung ist mit dem Filmtransport so abgestimmt, dass die Belichtung Zeile für Zeile stattfindet. Durch den Einsatz von Rollenmaterial ist die Länge des auszugebenden Filmformates theoretisch unbegrenzt - ein wesentliches Kennzeichen dieses Belichtertyps.
Verschieden geformte "Aufbewahrungseinheit"; sowohl für stoffliche Produkte (Farbband-Cartridge) als auch Software (zum Beispiel Schrift-Cartridge für Laserprinter); transportabler Speicher.
Die CCD-Zeile eines Scanners setzt sich aus drei Zeilen mit je einem unterschiedlichen Farbfilter (rot, grün und blau) zusammen. Für jeden Bildpunkt gibt es demnach drei CCD-Elemente, jeweils eines mit einem roten, grünen und blauen Farbfilter davor. Die Anzahl der nebeneinander gesetzten CCD-Elemente in der Sensorzeile bestimmt letztendlich die optische Auflösung des Scanners. Allerdings spielt dabei noch die Vorlagenbreite eine wesentliche Rolle. Die optische Auflösung eines Scanners ergibt sich aus der Anzahl der Elemente auf der CCD-Zeile und der Vorlagenbreite.
Früher verwendete hygroskopische Folie, heute durch Kunststofffolien ersetzt.
Bezeichnung für Glanzfolienkaschieren, wobei nicht nur Cellophanfolien Verwendung finden.
Durch Cellophanierung werden Drucksachen besonders veredelt. Die Oberfläche der Drucksache wird dabei mit einer hauchdünnen Folie beschichtet. Dieses Verfahren findet insbesondere bei Visitenkarten, Flyern oder Prospekten seine Anwendung.
Durch die Beschichtung erhält das Druckstück einen guten Griff- und Scheuerschutz und veredelt zusätzlich das Aussehen. Cellophanierungen sind in matt oder hochglänzend möglich.
Normale matte Oberflächen sind sehr empfindlich. Eine matte Cellophanierung ist deutlich langlebiger und gibt dem Produkt eine angenehmes Griffgefühl. Die glänzende Cellophanierung verstärkt die Farbwirkung des Drucks.
Siehe Zellulose.
Ein aus der subtropischen Nesselpflanze Ramie gewonnenes Fasermaterial, das wegen seiner hohen Reinheit und Festigkeit zur Herstellung von Banknotenpapier dient.
Bei der Chip-Off Effektlackierung (Chip-Off = Abstoßen, Abplatzen) handelt es sich um eine Zwei-Komponenten-Lackveredelung, die auch über Einfachlackmaschinen mit UV-Trocknung zu applizieren ist.
Der neuartige Effekt basiert auf unterschiedlichen Oberflächenspannungen der beiden Lackkomponenten und erzeugt hierüber eine optisch und haptisch zu erfassende 3D-Struktur. Diese inhomogene Struktur ist bei vollflächiger Applikation beider Lackkomponenten am ehesten als „getrockneter Schaum“ zu beschreiben. Durch Variationen der beiden Lackformen lassen sich jedoch auch Effekte erzeugen, die an Oberflächenstrukturen von oxidierten Metallen, Polystyrolen oder Schaumstoffen erinnern. Durch Zugabe von Effektpigmenten kann der Effekt hier noch optisch verstärkt werden. Das Besondere an der Anwendung mit eingearbeiteten Pigmenten ist die durch das Aufreißen der Lackoberfläche im zweiten Gang erzeugte scharfe Kantenbildung im obersten Lack. Diese verursachte während des Trocknungsprozesses eine räumliche Neuausrichtung der im Lack befindlichen Effektpigmente, wodurch die Pigmente im Randbereich des obersten Lackes eine andere Interferenz erzeugen als im homogen ausgerichteten Innenbereich. Eine Kombination aus unterschiedlichen Pigmenten im ersten und zweiten Lack ist hier ebenso möglich wie eine Kombination aus zwei verschiedenen Pigmenten im finalen Oberlack.
Appliziert wird dieser Effekt bei Drucksystemen mit voller UV Ausstattung mittels zwei Maschinendurchläufen. Grund für den zweiten Maschinendurchlauf ist, dass die erste Lackkomponente vor Applikation des zweiten Lackes komplett ausgehärtet sein muss. Die Anwendung des Effektes in Kombination mit konventionellen Farben und Hybridfarben oder über Offline-Lackiermaschinen ist ebenfalls möglich. Wichtig hierbei ist jedoch immer, dass die zweite Lackkomponente erst nach vollständigem Aushärten der Druckfarben und der bereits applizierten ersten Lackkomponente aufgebracht werden kann.
Als Anwendungsgebiete für diesen neuartigen Chip-Off Effekt sind vor allem Kosmetik-, Elektronik- und Lifestyleverpackungen, hochwertige Akzidenzen wie Businesspläne, Geschäftsberichte und Prospekte, aber auch Druckprodukte im Etiketten-, POS- und Eventbereich zu nennen. Über Anwendungen im Bereich des Markenschutzes wird derzeit nachgedacht, eine Rezeptur auf Basis migrationsarmer Komponenten ist ebenfalls bereits im Entwicklungsstadium und würde die Anwendung des Effektes im Bereich der Pharma- und Lebensmittelverpackung sowie in der Zigarettenindustrie ermöglichen.
Weitere Informationen: www.weilburger-graphics.de
Karton mit einseitigem Strich von etwa 12 Gramm pro Quadratmeter: Das Vorprodukt ist der Duplexkarton.
Faltschachtelkarton, einseitig glatt mit heller stark holzhaltiger Einlage und ein- oder beidseitiger holzfreier Deckschicht.
Karton mit einseitigem Strich von etwa 18 Gramm pro Quadratmeter. Das Vorprodukt ist der Chromoersatzkarton.
Markenname für einen einseitig weißen, hochglänzend gussgestrichenen Karton.
Holzhaltiges oder holzfreies Papier, das einseitig gestrichen ist. Der Strich ist stets wasserfest und im Hinblick auf gute Eignung für den Offsetdruck sowie für Präge-, Lackier- und Bronzierfähigkeit zusammengesetzt. Chromopapier wird überwiegend für Etiketten, Einwickler und Bezugpapiere eingesetzt.
Die Commission Internationale de l'Eclairage (CIE) ist eine internationale Organisation, die eine Reihe von allgemein verwendeten Farbdefinitionen erarbeitet und festgelegt hat. Am bekanntesten ist der Farbraum CIELab, der 1976 definiert wurde.
Besitzt ein dreidimensionales, rechtwinkliges Koordinatensystem. Die senkrechte Koordinate L gibt die Helligkeit einer Farbe an, die zwei ebenen Koordinaten a und b den Farbwert und die Sättigung auf einer Rot-Grün- beziehungsweise einer Blau-Gelb-Achse. Der CIELab-Farbraum gilt als besonders geeignet zur Darstellung von Farbdifferenzen, da geometrische Abstände darin annähernd den nachempfindbaren Farbunterschieden entsprechen.
Die 1995 gegründete Herstellervereinigung CIP3 (International Cooperation for Integration in Prepress, Press and Postpress) hatte die Zielrichtung, die herstellerunabhängige digitale Integration des Druckprozesses von der Vorstufe über den eigentlichen Druck bis zur Weiterverarbeitung zu fördern. Ihre wichtigste Leistung war die Definition des Print Production Format, eines Datenformats zur Aufnahme aller für diesen Ablauf relevanten Informationen. CIP3 ging 1999 in die Vereinigung CIP4 über, die ein erweitertes Themenfeld bearbeitet.
Mitte 2000 aus der Herstellervereinigung CIP3 hervorgegangen, verfolgte die Hersteller- und Anwender-Organisation CIP4 (International Cooperation for the Integration of Processes in Prepress, Press and Postpress) mit Sitz in Zürich das Ziel, die Grundlagen für die computertechnische Integration des gesamten Prozesses der Herstellung von Druckerzeugnissen von Vorkalkulation und Angebot bis hin zur Lieferung und Abrechnung zu legen. Als Ergebnis wurde inzwischen zusammen mit der Heidelberger Druckmaschinen AG, Adobe Systems, MAN Roland, Agfa und dem Fraunhofer Institut für grafische Datenverarbeitung (IGD) das Job Definition Format (JDF) als gemeinsamer Standard verabschiedet.
Als Weiterentwicklung von Verfahren, wie sie die Schriftsoftware Truetype oder Adobe Type 1 verwenden, dient Cleartype zur Erzeugung eines möglichst klaren Schriftbildes auf Computerbildschirmen. Dazu wird vor allem das so genannte Anti-Aliasing eingesetzt, um durch die Bildpunkte des Monitors treppenförmig erscheinende Linien und Kanten zu glätten. Von Microsoft entwickelt soll Cleartype speziell die Lesbarkeit von kleineren Schriften auf farbigen Flüssigkristallbildschirmen verbessern, wie sie für Laptops und "elektronische Bücher" (E-Books) verwendet werden beziehungsweise vorgesehen sind.
Bezeichnung für das in der Drucktechnik übliche Farbmodell, das die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb verwendet. Als vierte "Farbe" wird zusätzlich Schwarz eingesetzt, das für einen optisch befriedigenden Schwarzton sorgt.
Für den Zeitungsdruck im Rollenoffset-Verfahren verwendet man so genannte Coldset-Farben, die ausschließlich physikalisch durch Wegschlagen in das Papier trocknen.
Siehe Farbmanagement.
Um die Farben eines Druckerzeugnisses in verbindlicher Weise vorab zu kontrollieren, dient der Color Proof. Er verursacht deutlich weniger Aufwand als ein Maschinen-Proof an der Druckmaschine selbst und lässt sich auch in räumlicher Entfernung vom Druckort anfertigen. Voraussetzung für einen aussagekräftigen Color Proof ist aber die sichere Kontrolle des (elektronischen) Preprint-Prozesses mit einem Color-Management-System, das auch die verwendete Druckmaschine sowie das verwendete Papier einschließt.
Verfahren zur Erzeugung von Filmen für die Druckplattenerstellung, bei dem die Bogenmontage elektronisch erfolgt. Dazu werden Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt und an einen Filmbelichter übergeben. Eine neuere, für Strich- oder Halbtonvorlagen geeignete Variante ist Desktop Computer-to-Film. Hier wird der zur Druckplattenerstellung verwendete Film nicht fotografisch erzeugt, sondern gedruckt. Voraussetzung dafür ist, dass der verwendete Drucker (Laser-, Inkjet-Drucker) die Folie maßgerecht bedrucken kann.
Bei dem Verfahren werden Daten aus dem Computer direkt ohne das Übertragungsmedium Film auf die Druckplatte belichtet. Man erzielt dadurch Kostensenkungen, doch nutzen sich die bei dem Verfahren verwendeten Druckfolien schneller ab als herkömmliche Druckplatten und müssen gegebenenfalls in Abständen erneuert werden. Auch können die Folien je nach Verfahren nach dem Druck nicht immer aufbewahrt werden. In neuerer Zeit ermöglichen neue Materialien, die zur Belichtung mit Wärmeenergie statt mit sichtbarem Licht arbeiten, Tageslichtverarbeitung und chemiefreie Entwicklung.
Druckverfahren, das ohne physische Druckplatten auskommt. Mit Methoden, die aus der Computertechnik stammen - zum Beispiel Laserdruck –, drucken Maschinen direkt von entsprechend aufbereiteten Daten. Computer-to-Print eignet sich für kleine Auflagen, wobei sich insbesondere personalisierter Druck leicht verwirklichen lässt.
Als Teil der Corporate Identity bezeichnet Corporate Design den einheitlichen, unverwechselbaren Auftritt einer Firma in seinen Kommunikationsmitteln wie Prospekten, Katalogen oder Verpackungen. Dazu gehören grafische Elemente wie ein charakteristisches Firmenlogo, eigene "Hausfarben" oder ein spezieller Schrifttyp. Corporate Design umfasst in vielen Fällen auch das Produktdesign und kann sich bis zur Architektur des Firmengebäudes erstrecken.
Von DuPont entwickeltes Verfahren zur Simulation von Drucken; Prüfdrucke, Andrucke.
Mit Crossmedia bezeichnet man die mehrfache Nutzung von Druckdaten für verschiedene Medien. So können dieselben Daten für die Erzeugung von Druckseiten, aber auch von Inhalten für CD-ROMs und Internetseiten dienen. Als wichtige Technologie für Crossmedia gilt das vom Hersteller Adobe definierte "Portable Document Format" (PDF), das einerseits die Speicherung von Dokumenten in Druckqualität zulässt und andererseits die für elektronische Medien wichtigen interaktiven Elemente bietet.
Ausschneiden und einfügen; Funktion in grafischen Programmen zum Anordnen und Verändern von Seitenteilen oder grafischen Elementen.
Ein bestimmtes Blau im Vierfarbendruck; eine der vier Grundfarben im Vierfarbdruck.
Im Vierfarbendruck braucht man in den meisten Fällen entgegen der Theorie nicht gleiche Anteile der drei Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, um neutrales Grau zu erzeugen, sondern einen mehr oder weniger deutlich größeren Anteil von Cyan. Der zusätzlich notwendige Cyan-Anteil wird mit Cyan-Überhang bezeichnet.
Bit-Rate und damit Helligkeitsauflösung je Rasterpunkt bei Scannern; bestimmt den Kontrastumfang eines digitalisierten Bildes.
Prüfmethode zur Ermittlung der Faserlaufrichtung von Papieren.
Vor 100 Jahren erstmals für den Bibeldruck verwendet. Es ist ein Papier mit niedrigem Flächengewicht aus Hadern und gebleichtem Zellstoff.
Reinigungsverfahren zur Entfernung von Druckfarbe aus Altpapier vor der Verarbeitung zu Sekundärfasern. Durch De-Inking lässt sich Altpapier auch für Papier höherer Qualität verwenden. Den durch De-Inking entfärbten Altpapierstoff bezeichnet man als DIP (engl. De-Inked Pulp).
Geringste Farbmenge, mit der im Druck die Oberfläche eines Bedruckstoffes vollständig abgedeckt ist, so dass visuell keine Lücken mehr zu erkennen sind. Beim Offsetdruck liegt der Deckungspunkt für glatte Kunstdruckpapiere bei ein einhalb bis zwei Gramm pro Quadratmeter, für Naturpapiere in der Nähe von drei Gramm pro Quadratmeter.
Densitometer sind Geräte zur quantitativen Messung der Farbdichte (Volltondichte) und optischen Dichte von Druckerzeugnissen und insbesondere in der Fototechnik zur Messung der Schwärzung in Negativen, Diapositiven und Papierbildern. Im Gegensatz zu einem Spektralfotometer kann man mit einem Densitometer nur Tonwerte, keine Farbtöne messen. In einem Densitometer ist der Tonwert über die Murray-Davies-Formel definiert.
Differenzierungsbereiche
Man unterscheidet
Einige Sorten sind in der Lage Durchsicht- und Aufsicht-Messungen durch Umlegen eines eingebauten Schalters vorzunehmen. Diese sind in der Erstellung von Analogfotografien besonders geeignet. Fotolaboranten wählen hiermit von einem vorher gemessenen Negativ ein geeignetes Fotopapier aus, ohne sich mit Teststreifen bemühen zu müssen.
Quantitative Messung der Farbdichte, das heißt der Farbmenge pro Flächeneinheit. Dabei werden Tonwerte, aber keine Farbtöne bestimmt. Die Densitometrie kommt in der Fotografie und der Reproduktionstechnik zum Einsatz, unter anderem zur Qualitätssicherung.
Die Deutschsprachige Flexodruck Fachgruppe e.V. (DFTA) entstand im Herbst 1979 nach dem Vorbild der FTA (Flexographic Technical Association). Die Fachvereinigung mit Sitz in Stuttgart zählt heute mehr als 400 Mitglieder aus Flexodruckereien, deren Lieferanten und wissenschaftlichen Einrichtungen. Als ihre Ziele nennt die Vereinigung technische Fortentwicklung des Flexodruckverfahrens, Aus- und Weiterbildung sowie Erfahrungsaustausch. Dazu betreibt die DFTA auch ein Technologiezentrum an der Fachhochschule Stuttgart - Hochschule der Medien.
Alle Aktivitäten von Unternehmen, potenzielle Kunden direkt anzusprechen und zu unmittelbaren Antworten zu veranlassen. Ein typisches Instrument des Dialogmarketings sind beispielsweise Mailings (personifizierte Anschreiben) mit diversen Antwortmöglichkeiten. Viele Werbefachleute sehen im Internet das Kundendialogmedium der Zukunft.
Weiches, besonders stark auftragendes, elastisches, voluminöses Papier. Statt Dickdruckpapier findet man auch die Bezeichnung "auftragende Papiere" oder "Daunendruck".
1784 von dem französischen Drucker François Ambroise Didot entwickelt. Er verbreitete sich später in ganz Europa. Ursprünglich hat Didot seinen gleichnamigen Punkt auf genau 0,376065 Millimeter festgelegt, wobei er einfach den französischen Fuß durch 72 geteilt hat. Die Füße der Franzosen waren demnach im Schnitt 27 Zentimeter lang. Die kleinste typographische Maßeinheit war fortan der "Didot-Punkt" und das Maßsystem das "Didotsche Maßsystem". 1879 wurde der Didot-Punkt vom deutschen Typographen Hermann Berthold (1831–1904) und Wilhelm Foerster (1832–1921) im Auftrag der "Vereinigung der deutschen Schriftgießereien" auf 0,376 Millimeter abgerundet. 1973 ist der Didot-Punkt zur besseren Umrechnung auf 0,375 Millimeter abgerundet worden.
Druckverfahren, bei denen die Informationen direkt vom Computer aufs Papier gebracht werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Dabei wird die Technologie des Farbdruckers mit der Mechanik einer Druckmaschine verbunden. Digitaldruck erreicht nicht die Qualität herkömmlicher Druckverfahren, ist bei kleinen Auflagen jedoch schneller und preisgünstiger und erlaubt auch spezielle Techniken wie personalisiertes Drucken oder Printing-on-Demand.
Nicht farbverbindlicher Ausdruck aus Computerdaten. Dient zur Überprüfung der sachlichen Richtigkeit.
Mit digitaler oder synthetischer Holographie bezeichnet man die Erzeugung von Hologrammen, das heißt Abbildungen in Form von Interferenzmustern, durch Computerberechnungen anstelle von Lichtinterferenzen. Als zukunftsträchtige Anwendungen digitaler Holographie gelten dauerhafte Datenspeicher hoher Kapazität auf der Basis von Kunststoff-Folien sowie sehr kleine, fälschungssichere Markierungen für Verpackungen etc.
Wandlung von Werten in digitale Codierungen; das optische Zerlegen einer beliebigen Vorlage in einzelne Pixel. Auch: Bearbeitung von Informationen in einer elektronisch digitalisierten Kodierungsform.
Maß bei Papier, inwieweit es bei Änderungen seiner Feuchtigkeit seine Abmessungen ändert. Dimensionsstabilität ist ein wichtiges Kriterium für die Eignung eines Papiers für den Mehrfarbendruck im Offsetverfahren.
Das Regelwerk Deutsche Industrie Norm legt Begriffe, Maße und Anwendungen im industriellen Bereich eindeutig fest. Einige wichtige DIN-Normen für den Offsetdruck sind zum Beispiel: DIN 16529 Begriffe Flachdruck, DIN 16544 Begriffe Reproduktionstechnik, DIN 16509 Farbskala nach DIN (kalte Skala), DIN 16539 Europa-Skala.
Papiergrößen werden in Deutschland nach DIN 476 in die Reihen A (Drucksachen, Briefbogen, etc.), B (Schnellhefter und Ordner) und C (Umschläge, um Reihe A zu verschicken) eingeteilt. In DIN D sind Sonderformate beschrieben. Die DIN-Formate wurden 1922 vom Deutschen Normenausschuss geschaffen. Ihre Ausgangsgröße ist ein Rechteck mit einer Fläche von einem Quadratmeter. Die kleinere Seite des Bogens steht zur größeren im Verhältnis 1 zu Wurzel aus 2 (1,414...). Jedes Format ist doppelt oder halb so groß wie das benachbarte in der Reihe. Dabei entsteht das nächst kleinere Format jeweils durch Halbieren der Längsseite des Ausgangsformats. Die Zahl gibt zugleich an, wie oft das Ausgangsformat A0 geteilt wurde. Die B-Reihe bezeichnet die unbeschnittenen Formate. Sie sind größer, weil erst nach dem Drucken, Falzen und Binden der Beschnitt auf ein A-Reihenformat erfolgt. In der B-Reihe gibt es ebenfalls Kuverts und Hüllen. Die C-Reihe liegt in der Größe zwischen der A- und der B-Reihe und enthält die gebräuchlichen Formate für Umschläge, Kuverts, Hüllen, Mappen etc.
Technologie, bei der aufgrund von Postscript-Daten aus der Druckvorstufe alle Druckformen einer Druckmaschine gleichzeitig und registergenau bebildert werden. Dazu steuern die von einem RIP gelieferten Rasterdaten 64 Infrarot-Laserdioden an, die auf einer speziellen Druckfolie mit farbabweisender Oberfläche kleine Vertiefungen erzeugen und damit eine farbführende Schicht freilegen. Das Ergebnis ist eine Druckfolie, die sich für wasserlosen Offsetdruck einsetzen lässt.
Trennungs- oder Bindestrich.
Gesamtheit der Regeln und getroffenen Maßnahmen zur sinnvollen und rationellen Erzeugung, Verwaltung, Distribution und Archivierung von Dokumenten.
Papier hoher Qualität, das ein echtes Wasserzeichen trägt. Es wird vorzugsweise bei Behörden verwendet und muss spezielle Eigenschaften aufweisen.
Markieren und verschieben eines Teils einer Datei und einbetten in eine andere Datei; Funktionsfähigkeit einer Betriebssoftware wie zum Beispiel Windows; einfache Methode des Kopierens von Texten und Zeichnungen/Bildern.
Mit drei Messern ausgestattete Schneidemaschine für dreiseitig zu beschneidende Produkte. Der Beschnitt erfolgt in zwei Arbeitsschritten. Gleichzeitig wird durch zwei Messer der Kopf- und der Fußbeschnitt ausgeführt, anschließend erfolgt mit dem dritten Messer der Vorderschnitt.
Diagramm, welches den Punktzuwachs einer Druckmaschine für verschiedene Flächendeckungen darstellt. Sie ist die grafische Darstellung des Zusammenhanges zwischen den Tonwerten der Druckvorstufenprodukte, zum Beispiel Rasterdaten (Tonwerte), des Films oder der Druckplatte (meist bezogen auf die Tonwerte des Films) und den zugehörigen Tonwerten im Druck. Daraus abgeleitet wird die so genannte Tonwertzunahme. Die Druckkennlinie beschreibt also, wie stark ein Rasterbild durch den Tonwertzuwachs im Druck nachdunkelt. Diese Nachdunkelung einer Rasterfläche wird verursacht durch Punktverbreiterung und Lichtfang.
Farblose Lackschicht (matt oder glänzend), die mit einer normalen Druckmaschine aufgebracht wird; erhöht die Abriebfestigkeit und den Glanz des Druckproduktes.
Gesamtheit der Arbeitsgänge, die von dem zu druckenden Ausgangsmaterial - Texte, Bilder - bis zur fertigen Druckvorlage erforderlich sind. Dazu gehören Seitenlayout, Satzherstellung und Bildverarbeitung, gegebenenfalls auch Seiten- und Bogenmontage sowie die Belichtung von Filmen zur Druckplattenherstellung.
Beschreibt, um wie viel Prozent ein Bild im Mitteltonbereich im Auflagendruck dunkler wird. Beispiel: Bei einer Druckzunahme von 15 Prozent wird ein Rasterton von 55 Prozent im Druck zu 70 Prozent. Deshalb wird die Zunahme in der Reproduktion berücksichtigt und das Bild bei der Separation entsprechend aufgehellt (vergleiche Tonwertzunahme).
Als Abkürzung für Desktop Publishing (englisch sinngemäß: Publizieren auf dem Schreibtisch) bezeichnet der Begriff die Arbeitsvorgänge Satzerstellung, Seitenumbruch und Bildmontage als integrierte Tätigkeit am Computer. Als Ergebnis liefert DTP Daten in Form von Seiten, die in der Bogenmontage - entweder in Form von Filmen oder elektronisch (Computer-to-Film beziehungsweise Computer-to-Plate) weiterverarbeitet werden. Für DTP-Daten wird die Seitenbeschreibungssprache Postscript verwendet. Beim Electronic Printing dienen sie auch direkt zur Erzeugung von Druckvorlagen beziehungsweise zum Drucken.
Typographischer Terminus, der die Charaktereigenschaft eines Buchstabens beschreibt; also die des Striches, der Strichstärke und der Strichführung. Lateinisch "ductus" für "Zug, Führung" zu "ducere" für "führen". Der Begriff Duktus wurde aus der Kalligraphie übernommen. Er skizziert dort die Art der Federführung.
Werden eingesetzt, um den Tonwertumfang eines Graustufenbilds im Druck zu vergrößern. Eine Schwarzweiß- Reproduktion kann beispielsweise bis zu 256 Graustufen enthalten.
Mehrlagiger Karton mit grauer Einlage, grauer Rückseite und holzfreier oder nur leicht holzhaltiger Deckschicht.
Dünnes (30 bis 40 Gramm pro Quadratmeter), maschinenglattes, meist holzfreies und gut geleimtes Schreibmaschinenpapier.
Druckelement auf Banknoten, das als Schutz gegen Fälschungen dient. Ein Symbol wird in Teilen auf den zwei Seiten der Note gedruckt, die sich nur im Gegenlicht zum kompletten Zeichen (Buchstabe, Zahl etc.) ergänzen.
Zur universellen Identifikation von Waren aller Art ist eine international einheitliche Artikelnummer nach dem so genannten EAN-Code (European Article Numbering) definiert. Zwei verschiedene Varianten davon haben 13 und 8 Ziffern (EAN-13 beziehungsweise EAN-8). Eine EAN-Zahl enthält in der Regel Ursprungsland, Hersteller und eine Artikelnummer des betreffenden Produkts.
Lacke, die zur Erzielung besonderer Effekte in der Drucktechnik eingesetzt werden. In der Regel handelt es sich um pigmentierte Lacke, wobei es für die Pigmente in Farbe, aber auch in Form und Größe der Partikel viele Variationsmöglichkeiten gibt.
Spezielle Rasterformen und -strukturen, wie zum Beispiel Kornraster, Linienraster, Kreisraster oder Kreuzlinienraster. Der Frequenzmodulierte Raster (FM) ist auch ein Effektraster (Kornraster) mit hoher Auflösung.
Eine Falzart, bei der ein Rohbogen nur einmal gefalzt wird.
Ein Stapel in die Schneidemaschine eingelegtes Schneidgut.
Die maximale Höhe des in die Schneidemaschine einlegbaren Papierstapels für einen Schnitt. Praktisch der Abstand zwischen der Tischoberkante und der Pressbalkenunterkante.
Sehr beständige Tintenart, die aus Gallussäure (auch Tannin genannt) hergestellt wird. Eisen-Gallus-Tinte ist seit dem Altertum bekannt. Ihren Namen erhielt sie nach den Eichen-Galläpfeln, die als Tannin-Quelle dienten. Die Tinte wurde bis zum Aufkommen chemischer Farbstoffe in der jüngsten Vergangenheit für Schriftstücke aller Art verwendet.
Im Bestreben, die elektronische Ansteuerung eines Bildschirms mit der überlegenen Lesbarkeit bedruckten Papiers zu vereinen, arbeiten das Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowie verschiedene Hersteller an so genanntem elektronischem Papier. Bei einer Variante enthält das Papier winzige, auf verschiedenen Seiten unterschiedlich gefärbte Kugeln, die sich mit Hilfe elektrischer Felder drehen und so verschiedene Farben sichtbar machen. Ein anderes elektronisches Papier enthält kleine, durchsichtige, mit Farbstoff und weißen Partikeln gefüllte Kapseln. Wenn ein elektrisches Feld angelegt wird, schwimmen diese Partikel nach oben und lassen die Papieroberfläche weiß erscheinen. Andernfalls überwiegt die Wirkung des Farbstoffs.
EPS steht für Encapsulated Postscript. Es handelt sich um ein Element der Seitenbeschreibungssprache Postscript von Adobe, entwickelt für den Datenaustausch in der Druckvorstufe. Das reine EPS-Format ist nicht auf dem Bildschirm darstellbar und liefert daher in den meisten Fällen ein Vorschaubild im TIF-Format. EPS-Dateien lassen sich schon vom erstellenden Programm farbseparieren. Zudem können EPS-Bilder ohne Qualitätsverlust vergrößert werden.
Die 1956 gegründete European Rotogravure Association (ERA) e.V. mit Sitz in München ist eine Vereinigung europäischer, mit Tiefdruck arbeitenden Druckereien mit einschlägigen Herstellern als beigeordneten Mitgliedern.
ES-Farben sind durch Elektronenstrahlen härtende Druckfarben. Ähnlich wie bei UV-Farben, die durch ultraviolettes Licht aushärten, verfestigen sich ES-Farben durch Polymerisation. Dies geschieht durch direkte Einwirkung der Elektronen auf polymerisierbare Substanzen; anders als bei UV-Farben sind hier spezielle Initiator-Stoffe nicht erforderlich. ES-Farben sind dadurch unter anderem besser lagerungsfähig. Als ihr besonderer Vorteil gilt die Möglichkeit, sie in dicken Schichten zu verarbeiten, da die Elektronenstrahlen tief eindringen.
Weiches, voluminöses Druckpapier aus Espartogras. Es ist besonders lichtundurchlässig und durch seine geringe Feuchtigkeitsaufnahme auch relativ maßhaltig.
Mitte 2000 gegründet, ist die EUPRIMA (European Print Management System Association) eine Vereinigung von Anbietern von Management-Informationssystemen. Ihre Hauptaufgabe sieht die Gesellschaft darin, in der Druckindustrie auf der Basis des Datenformats JDF (Job Definition Format) den elektronischen Datenaustausch zwischen Herstellern, Kunden und Lieferanten zu fördern. Die EUPRIMA arbeitet mit der Vereinigung CIP4 zusammen, um Anregungen zur Weiterentwicklung einzubringen.
Die Europa-Skala (auch Euro-Skala) ist eine in Europa gemäß DIN 16 539 für den Offsetdruck und DIN 16 538 für den Hochdruck genormte Farbskala für das Vierfarbmodell CMYK. Danach sind die Druckfarben Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz nach Farbton, Sättigung und Druckreihenfolge festgelegt und lassen sich auch unter genormten Bedingungen prüfen.
Möglichst naturgetreue Wiedergabe eines Originals (Bild, Handschrift, Buch) mit allen Eigenheiten, samt Verschmutzungen, Beschädigungen oder Gebrauchsspuren. Es handelt sich um die höchste Ähnlichkeitsstufe, die eine Reproduktion im Vergleich zum Original erreichen kann: Nichts wird hinzugefügt, weggelassen oder ausgebessert. Um die originalgetreue Wiedergabe von Texten und Bildern bemühten sich bereits die Kopisten im Mittelalter, die Bücher vervielfältigten, indem sie sie mit der Hand abschrieben und -malten. Die ersten Vollfaksimiles stammen vom Anfang des 17. Jahrhunderts.
In der Buchbinderei ein scharfer Knick oder Bruch bei Papieren. Durch das Falzen entsteht entweder ein Produkt mit fortlaufenden Seitennummern oder einfach ein kleineres Format. Gefalzt wird im Allgemeinen mit Falzmaschinen. Man unterscheidet prinzipiell Kreuz- und Parallelfalze. Bei einem Kreuzfalz erfolgt der weitere Falz immer im rechten Winkel, bei einem Parallelfalz immer parallel zum vorhergehenden Falz.
Buchbinderische Anlage. Winkel an Druckbogen, an denen der Buchbinder zu falzende Druckbogen anlegt, damit standgerecht und registergenau gefalzt wird.
Man unterscheidet prinzipiell zwei Typen: Bei der Schwertfalzmaschine drückt ein Messerbalken den flachen Papierbogen zwischen zwei rotierende Walzen zur Falzung. Die Stauchfalzmaschine, auch Taschenfalzmaschine genannt, staucht das Papier in rotierende Walzen hinein. Die beiden Falzsysteme können auch kombiniert in einer Maschine auftreten. Rotationsdruckmaschinen, auf denen Zeitungen, Zeitschriften und Taschenbücher hergestellt werden, sind häufig mit einem Trichterfalzwerk ausgestattet. Diese Anlagen können das Falzprodukt in vielen Fällen auch gleich mit Drahtklammern heften.
Die Festlegung der Anzahl, der Richtung und Aufeinanderfolge der Falzbrüche beim Falzen, jeweils bezogen auf die Lösung einer bestimmten Produktionsaufgabe.
Denen der Qualitätskontrolle für eine registergenaue Falzung.
Druckfarbe, die während des Drucks vom Papier aufgesaugt wird. Kann sich auf Druckqualität auswirken und muss in der Druckvorbereitung kompensiert werden.
Eng mit der Farbreihenfolge im Druck verknüpft. Es ist ein Unterschied, ob auf weißes Papier, auf eine bereits gedruckte und getrocknete Farbe oder Nass in Nass aufeinandergedruckt wird. Störungen im Farbannahmeverhalten führen zu einer Verkleinerung des Farbumfanges und damit zu Schwierigkeiten bei der Wiedergabe bestimmter Farbnuancen. Grundsätzlich wird die letztgedruckte Farbe nur unvollständig angenommen und hat einen unruhigeren Ausdruck. Eine objektive messtechnische Beurteilung des Farbannahmeverhaltens ist nur mit Hilfe der Farbmetrik möglich. Das Densitometer liefert auf einfache Weise einen relativen Wert für die Farbannahme FA (Prozent).
Farbanteil einer digitalen Druckvorlage, die einer Farbe eines Mehrfarbendrucks entspricht. Für den zumeist verwendeten Vierfarbdruck mit dem CMYK-Farbmodell sind vier Farbauszüge in den Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz erforderlich, die zur Herstellung der entsprechenden Druckplatten dienen. Die Farbauszüge, die zusammen wieder die komplett farbige Vorlage ergeben, nennt man Farbsatz.
Optische Dichte von farbig gedruckten Flächen. Dieser Wert spielt in der Qualitätskontrolle im Druckprozess eine Rolle, er lässt sich dazu mit speziellen Geräten (Auflichtdensitometer) messen. Dabei kann man aber immer nur Farbdichten eines einzelnen Farbtons miteinander vergleichen.
Messstreifen als Kontrollinstrument für den Vierfarbdruck.
Steuerung der Farbwiedergabe in einem digitalen grafischen Produktionsprozess. Die verschiedenen Ein- und Ausgabegeräte vom Scanner bis zur Druckmaschine arbeiten gerätebedingt mit unterschiedlichen Farbräumen. Um die Farbdarstellung über den Produktionsprozess hinweg zu vereinheitlichen, werden Farbprofile für die beteiligten Geräte und Verfahren gebildet. Aus ihrer Verbindung ergeben sich die zur Umrechnung notwendige Koeffizienten. Farben aus einem Farbraum, die in einem anderen nicht darstellbar sind, werden weitest möglich angenähert.
Der Farbort eines (weißen) Papiers ist eine Angabe zu seinem Farbton. Eine andere, davon unabhängige Eigenschaft ist der Weißgrad des Papiers.
Als Element des Color Management gibt das Farbprofil eines Bildein- oder Ausgabegeräts (Scanner, Bildschirm, Drucker, Druckmaschine etc.) an, wie sich die von dem Gerät gelieferten Farbinformationen im Verhältnis zu einem übergeordneten, geräteunabhängigen Farbsystem (etwa der Farbraum CIELAB) verhalten. Bei professionellen Geräten liefern die Hersteller Farbprofile mit. Für qualitativ beste Ergebnisse müssen sie mit Hilfe besonderer Messgeräte individuell gebildet werden - unter Umständen wiederholt in regelmäßigen zeitlichen Abständen.
Modell zur Darstellung von Farben durch messbare Werte. Manche dieser Modelle sind geräteabhängig, zum Beispiel der RGB-Farbraum für Monitore (Lichtfarben) oder der CMYK-Farbraum für Drucker (Prozessfarben). Andere Farbräume basieren auf mathematischen Modellen und sind geräteunabhängig, zum Beispiel CIE. Der Farbraum ist ein drei- beziehungsweise bei CMYK vierdimensionales Denkmodell aller Farben. Farben können zum Beispiel nach Anteil von Rot, Grün und Blau (RGB-Farbraum), nach Farbwert, Sättigung und Helligkeit (HSB-Farbraum), nach Farbwert-X-Achse, Farbwert-Y-Achse und Helligkeit (XYZ-Farbraum) oder nach Anteil von Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) abgebildet werden.
Intensität einer Farbe. Eine maximale Sättigung ist erreicht, wenn der Farbe keine Komplementärfarbe beigemischt ist. Eine stark gesättigte Farbe ist leuchtend, während eine wenig gesättigte Farbe trübe und wie von einem grauen Schleier überlagert ist.
Vereinfachte Darstellung der spektralen Charakteristik einer Lichtquelle. Eine niedrige Farbtemperatur impliziert eine psychologisch wärmere Lichtfarbe (gelb/rot), eine hohe Farbtemperatur impliziert eine psychologisch kühlere Farbe (blau). Einheit der Farbtemperatur ist das Kelvin (k). Technisch gesehen bezieht sich die Farbtemperatur auf die Temperatur, auf die man einen theoretischen schwarzen Körper aufheizen müsste, damit er Licht der gleichen Farbe abgibt.
Anzahl der Speicherbits, die pro Bildpunkt einer Farbe für die Klassifizierung des Farbwerts in jeweils Rot, Grün und Blau zur Verfügung stehen. Mit acht Bit kann man beispielsweise 256 Farbnuancen für jede der drei Grundfarben unterscheiden und damit Millionen von Farbtönen spezifizieren.
Densitometer messen die Farbtondichte einer Druckfarbe im Spektralgebiet, wo diese hauptsächlich absorbiert wird und somit die gemessene Farbtondichte am höchsten ist. Mit "Farbtondichte" bezeichnet man den logarithmisch bewerteten Reflexionsfaktor der Probe. Sie steht in direktem Zusammenhang mit der gedruckten Farbschichtdicke.
Übernimmt als Teil einer Druckmaschine die Aufgabe, eine Druckform für den Druckvorgang gleichmäßig mit der vorgesehenen Menge an Druckfarbe zu versorgen. Dazu dienen je nach Hersteller sehr unterschiedlich angeordnete und zusammenwirkende Komponenten wie Farbkasten (Vorratsbehälter), Transportvorrichtungen sowie Verreib-, Übertragungs- und Auftragswalzen.
Durch den Herstellungsprozess bedingte Ausrichtung der Fasern im Papier. Hierdurch erhält das Papier in zwei Richtungen unterschiedliche Eigenschaften.
Als Zusatzstoffe für die Papierherstellung füllen Füllstoffe die Lücken zwischen den Papierfasern aus, verbessern die Opazität (Undurchsichtigkeit), den Weißgrad und auch die Glätte eines Papiers. Füllstoffe sind in der Regel Mineralstoffe wie Kaolin oder Kalziumkarbonat und werden meist dem flüssigen Papierrohstoff zugesetzt. Der Füllstoffgehalt im fertigen Papier kann bis zu 35 Prozent betragen.
Allgemeine Bezeichnung für Papier bester Qualität. Bei der Herstellung wird besonderer Wert auf Festigkeit der Oberfläche sowie auf gute und gleichmäßige Durchsicht (auch mit Wasserzeichen) und sehr gute Bedruckbarkeit gelegt.
Hat in Offsetdruckmaschinen die Aufgabe, die nicht druckenden Stellen mit einem dünnen Film aus Feuchtmittel - Wasser mit einem Anteil an Isopropylalkohol und weiteren Zusätzen - zu überziehen. Nach ihrer Funktionsweise unterscheidet man Heberfeuchtwerke und Feuchtwerke, bei denen ein direkter Kontakt zwischen dem Feuchtmittelbehälter beziehungsweise einem so genannten Heberzylinder besteht, sowie Schleuder- Turbo- oder Bürstenfeuchtwerke ohne diesen direkten Kontakt.
Die Forschungsgesellschaft Druckmaschinen e.V. (FGD) mit Sitz in Frankfurt wurde 1955 von führenden Druckmaschinenherstellern in Deutschland auf gemeinnütziger Grundlage gegründet. Sie wirkt als Koordinationsstelle zwischen der Druckmaschinenindustrie und den Forschungsaktivitäten im Fachgebiet Druckmaschinen und Druckverfahren und arbeitet insbesondere mit dem Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren (IDD) an der Technischen Universität Darmstadt zusammen.
Vom Prinzip her arbeiten Flachbettscanner und Digitalkameras gleich. Von einem Objekt reflektiertes Licht wird mittels eines optischen Systems auf einen CCD-Chip projiziert und dort in die Grundfarben Rot, Grün und Blau zerlegt. Die Kamera oder der Scanner fügt daraus ein digitales Bild zusammen und stellt es einem Weiterverarbeitungsprogramm (Photoshop) zur Verfügung oder speichert es zunächst auf ein integriertes Speichermedium (Memory Card). Der Vorteil des Scanners besteht darin, dass er immer mit einer konstanten Lichtquelle arbeitet. Abgetastet werden lediglich fotografische Materialien oder auch Drucke und Zeichnungen. Dadurch lässt sich sein Abtastfarbraum sehr genau charakterisieren.
Alle Druckverfahren, bei denen druckende Bereiche der Druckplatte auf gleicher oder nahezu gleicher Ebene mit den nicht druckenden Partien liegen. Das Verfahren beruht auf der Tatsache, dass man auf der druckenden Oberfläche oleophile (ölfreundliche) und hydrophile (wasserfreundliche) Bereiche schaffen kann. Bei der Färbung der Platte nehmen nur die oleophilen Flächen die Druckfarbe an und erzeugen auf diese Weise das Druckbild. Das erste Flachdruckverfahren war der von Alois Senefelder 1796 erfundene Steindruck. Sein Nachfolger ist der heute auf diesem Gebiet vorherrschende Offsetdruck.
Auf allen Rohbogen versteckt aufgedruckte kleine Balken, die nach dem Falzen als Markierungen auf dem Rücken des gefalzten Druckbogens sichtbar werden. Zumeist wird ein schwarzer Strich in der Größe von zwei mal zehn Millimeter verwendet, der sich bei einer Klebebindung im Fräsrand - also im Rücken - befindet und nach Fertigstellung des Objektes nicht mehr sichtbar ist.
Als Hochdruckverfahren verwendet der Flexodruck fotopolymere Auswaschdruckplatten (Hochdruckplatten) oder Nachformungen davon (so genannte Gummidruckplatten) als Druckformen. Mit dünnflüssiger Druckfarbe können unterschiedlichste Materialien bis zur Rasterfeinheit von 54 Liter pro Zentimeter bedruckt werden. Der Flexodruck gilt als sehr schnelles, unkompliziertes Druckverfahren, das sich sowohl für den Verpackungsdruck als auch für den mehrfarbigen Zeitungsdruck eignet.
Holzfreies, satiniertes Durchschlagpapier mit einem Flächengewicht von 30 und 39 g/m×. Fälschlicherweise werden auch weiße oder farbige Papiere mit einem Flächengewicht von 25, 30 oder 40 g/m× so genannt.
Werden zum Leuchten angeregt und verändern dadurch ihre Farbe, wenn man sie mit ultraviolettem Licht (UV-Licht) bestrahlt. Es gibt verschiedene Typen, die auf UV-Licht unterschiedlicher Wellenlänge reagieren. Fluoreszenzdruckfarben dienen zum Schutz und zur Identifizierung von fälschungsgefährdeten Dokumenten.
Die Forschungsgesellschaft Druck e.V., München, (FOGRA) verfolgt den Zweck, die Drucktechnik zu fördern. Dazu unterhält der Verein ein eigenes Institut mit über 50 Mitarbeitern. Zu den selbstgestellten Aufgaben der Organisation gehören Auftragsforschung, Entwicklung mit dem Schwerpunkt Hilfsmittel zur Qualitätskontrolle, Wissenstransfer über Schriftenreihen, Vorträge, Beratung, Seminare, Symposien und eine Literaturdatenbank, Mitarbeit in Normungsgremien sowie Gutachten in Streitfällen.
Andere Bezeichnung für Laminieren, das heißt, Überziehen von Dokumenten, Bucheinbänden etc. mit transparenter Folie.
Englischer Begriff für Schriftform. Ein Schrifttyp besitzt in der Regel mehrere Schriftformen in verschiedenen Strichstärken und Varianten.
Im Gegensatz zum Rollenpapier in einem bestimmten Format zugeschnittenes Papier.
Textgestaltung, bei der die Zeilenlängen einem unregelmäßigen Verlauf folgen - etwa bestimmt durch ein freigestelltes Bild oder ein grafisches Element.
Werden durch Sonnenlicht, starkes künstliches Licht oder UV-Licht aktiviert. Das Licht erzeugt eine reversible Veränderung von unsichtbar zu sichtbar, die wieder verschwindet, sobald die Lichtquelle entfernt wird.
Wandeln Lichtenergie in elektrischen Strom um und verstärken diesen um das 100fache bis 100.000fache. Fotomultiplier kommen in High-End-Trommelscannern zum Einsatz.
Erste Verfahren des Lichtsatzes, bei denen Schriftzeichen optisch von einer Vorlage (Negativ-Film, Bildschirm) auf einen Film übertragen wurden.
Die Schriftform Fraktur entstand 1517 und war bis ins 20. Jahrhundert hinein die gängige Schriftform in Deutschland. Auch in den Nachbarländern östlich und südöstlich von Deutschland war die Frakturschrift zeitweise verbreitet. Ihren Namen (lateinisch für "Bruch") trägt die Schrift nach den gebrochenen Linienzügen, in denen sie ursprünglich mit der Hand geschrieben wurde. Als Vorläufer der Fraktur gelten die gotische Schriftform, in der Johannes Gutenberg seine 42-zeilige Bibel von 1455 setzte, und die seit etwa 1570 verwendete Schwabacher Schrift, in der auch die ersten Luther-Bibeln gedruckt wurden.
Verfahren zur Halbtonsimulation durch Rasterpunkte gleicher Größe, aber unterschiedlicher Abstände voneinander. Die Anzahl der Punkte, die in einem bestimmten Bereich liegen, bestimmen den Farbton. Qualitativ sehr hochwertig, erfordert aber bei Plattenkopie und Druck teilweise größere Sorgfalt und andere Arbeitsweisen. Vorteile: keine Moiré-Muster und bessere Darstellung der Details. Nachteil: Farbige Flächen können fleckig erscheinen.
Werden wie bei Magazinen und Heften viele Blätter ineinander gelegt, ragen die inneren unweigerlich weiter vor als die äußeren. Um trotzdem eine gerade Kante zu erhalten, erfolgt ein so genannter Frontbeschnitt, der die Überhänge auf ein gleiches Maß bringt. Beim Frontbeschnitt muss bereits im Entwurf bedacht werden, dass bei der Rückendrahtheftung und vielen Blättern die innen liegenden Seiten stärker beschnitten werden als zum Beispiel der Umschlag.
Beschnitt der Unterseite eines Buches.
Gamma beschreibt den Tonwertumfang eines Bildes. Die Gammakurve beschreibt das Verhältnis zwischen den Tonwerten in einer Bilddatei zu den Tonwerten, die von einem Ausgabegerät (Monitor) erzeugt werden. Aus der Schwärzungskurve bei der Belichtung eines Films lässt sich ablesen, wie Helligkeitsunterschiede im Motiv als Helligkeitsunterschiede auf dem Film wiedergegeben werden. Als Gamma oder Gammawert bezeichnet man die Maßzahl der Steigung (Gradation) des geraden Teils der Schwärzungskurve. Vergleiche auch Gradation.
Bereich der darstellbaren Farben in einem Farbsystem: Tonwert- und Farbumfang, der von einem System oder Verfahren dargestellt beziehungsweise reproduziert werden kann, je nach Farbraum und verwendeten Farbstoffen.
Positionierung von Texten, Grafiken und Bildern auf einer Seite. Dabei erfolgt die Arbeit am Bildschirm. Die Ganzseite wird anschließend direkt auf einen Film ausgegeben. Eine manuelle Seitenmontage entfällt.
Die Graphis Arts Technical Foundation (GATF) ist eine US-amerikanische technische Vereinigung der Druckindustrie mit Sitz in Sewickley/Pennsylvania. Die Anfang 1999 mit dem US-Druckereiverband Printing Industries of America (PIA) vereinigte Organisation hat rund 14.000 Mitglieder in 60 Ländern der Erde.
Instrument, um Bilder, Grafiken oder Fotos "ausgeblurt" oder "abgesoftet" aussehen zu lassen. Er findet seine Verwendung häufig bei der Erstellung von Hintergrundgrafiken, die wie eingesoftet und eingelassen in den Hintergrund wirken.
Durch Gaufrieren (Prägen) lässt sich die Oberflächenstruktur von Papier verändern: Es erhält eine Musterung.
Bei der Papierherstellung das Entwässern des Papiers durch Pressen, bei dem sich die Fasern zur Papierstruktur verbinden. Davon leitet sich ein alter Druckerbrauch ab, demzufolge Schriftsetzer und Drucker neue Kollegen nach deren Lehrzeit in einer humorvollen Zeremonie in ihre Gemeinschaft aufnehmen. Die Kandidaten werden dazu in eine mit Wasser gefüllte Bütte getaucht oder auf einen großen nassen Schwamm gesetzt.
Graphic Communications Association (GCA) ist der ehemalige Name der International Digital Enterprise Alliance (IDE Alliance).
Bei Grey Component Replacement (GCR) oder Grauanteilersetzung werden Grautöne anteilsmäßig aus genau berechneten Anteilen von Cyan, Magenta und Yellow, welche zusammen Grau ergeben, durch einen entsprechenden Anteil schwarzer Druckfarbe ersetzt. Dies geschieht vor allem in den neutralen Farbtönen und in den Graukomponenten von ungesättigten Farben. Durch dieses Verfahren können die benötigte Farbmenge reduziert und Farbverschiebungen vermieden werden.
Schriftgattung; Hauptschriftgruppe im Sinne der Schriftklassifikation. Nach DIN 16518 definierte Gruppe von Schriften. Gebrochene Schrift ist eine Sammelbezeichnung für eine Reihe lateinischer Schriftarten, bei denen die Bogen der Buchstaben, alle Rundungen der Minuskeln, ganz oder teilweise gebrochen sind.
Kleinbuchstaben des Alphabets; im Gegensatz zu den Versal- oder Großbuchstaben. Die historische Bezeichnung für Gemeine lautet Minuskel.
Referenzfarbraum. Bei den meisten Farbmanagement-Systemen wird das LAB-Farbmodell der CIE (Commission Internationale d’Eclairage) verwendet, das unabhängig von allen Geräten als internationaler Farbstandard dient. Daher gilt das CIE-LAB-Modell als geräteunabhängig.
Wird im Vierfarbdruck oder speziell im Offsetdruck verwendet und gibt die maximale Menge Druckfarbe (Tinte, Farbstoff) an, die zur Erzeugung (Reproduktion) der benötigten Farben benötigt wird.
Ordnungssystem; Konstruktionssystem; Satzspiegel. Horizontales und vertikales Raster, in das alle Textblöcke, Abbildungen und Bilder angeordnet werden. Um Bilder, Tabellen und andere Gestaltungselemente nicht ziellos im Text zu verstreuen, ist es hilfreich, sich ein Gestaltungsraster anzulegen. Die Fläche wird dabei in imaginäre Felder aufgeteilt.
Papiersorten, die mit einer ein- oder beidseitigen pigmenthaltigen Masse (mindestens fünf Gramm pro Quadratmeter) beschichtet (bestrichen) wurden.
Langer Gedankenstrich, Spiegelstrich - typographische Maßeinheit. Der Geviertstrich (—) ist ein waagerechter Strich der Länge eines Gevierts. Es hat die Breite des Buchstaben "M". Er ist im Deutschen ungebräuchlich, wird aber zum Beispiel im Englischen als Gedankenstrich verwendet.
Als Abkürzung für "Graphics Interchange Format" bezeichnet GIF ein Datenformat zur Platz sparenden Speicherung von Bildern und Grafiken. Es arbeitet mit verlustbehafteter Komprimierung und erlaubt die Darstellung von 256 Farben aus einer beliebigen Palette. Das Datenformat wurde 1987 von dem Online-Dienst Compuserve eingeführt und zählt damit zu den älteren seiner Art. Bis heute ist GIF eines der gebräuchlichsten Formate für das Publizieren im Internet und erlaubt in einer abgewandelten Form auch die Darstellung animierter Bilder.
Ein in Stein gegrabenes Zeichen. In der Typographie bezeichnet man einen Buchstaben, den ein Zeichensatz in mehreren Formen enthält, als Glyphe. Zum Beispiel hat in der deutschen Schrift und im griechischen Alphabet der Buchstabe "s" diese Eigenschaft.
Gibt etwa einer Fotografie oder einer in einem Computer gespeicherten elektronischen Darstellung an, in welcher Abstufung die Grauwerte des Originals wiedergegeben werden. Bei einer flachen Gradation gibt es viele Abstufungen zwischen Weiß und Schwarz, bei einer steilen Gradation entsprechend weniger bis hin zu reinem Schwarzweiß. Man spricht dabei auch von einer weichen bis harten Darstellung.
Bei Papier das Gewicht pro Flächeneinheit, auch Flächengewicht genannt und in Gramm pro Quadratmeter gemessen. Die Grammaturen von Papier reichen von sieben bis etwa 225 Gramm pro Quadratmeter. Karton wiegt rund 150 bis 600 Gramm pro Quadratmeter. Pappe gibt es mit Grammaturen ab 225 Gramm pro Quadratmeter.
Im Vierfarbendruck die Farbanteile (gemessen in Prozent der jeweiligen Vollfarbe), mit denen sich neutrales Grau erzielen lässt. Je nach der gewünschten Helligkeit weichen diese Anteile mehr oder weniger deutlich von den theoretisch zu erwartenden gleichen Anteilen ab. Insbesondere braucht man in vielen Fällen einen höheren Cyan-Anteil, Cyan-Überhang genannt.
Benannt wegen grauer Färbung. Siehe auch Pappe.
Mechanische Klammern, die in Bogendruckmaschinen zum Transport der Papierbogen dienen. Greifer erfassen die einzelnen Bogen und führen sie dem Druckwerk zu. Dessen Walzen sind mit weiteren Greifern ausgestattet, welche die Bogen jeweils für die einzelnen Phasen des Druckvorgangs fixieren. In gleicher Weise erfolgt schließlich der Auswurf der fertig bedruckten Bogen.
Vorstehender Bogenteil eines gefalzten Bogens, der ein leichtes Öffnen bei automatischem Sammeln (Einstecken) zur Herstellung einlagiger Produkte ermöglicht. Die Breite des Greiffalzes misst circa acht Millimeter.
Papierfläche, die nicht bedruckt werden kann, weil die Greifer der Druckmaschine an dieser Stelle das Papier festhalten (je nach Maschine etwa sieben bis 15 Millimeter).
Der venezianische Stempelschneider Francesco Griffo (1450 - 1518) gilt als Erfinder der Kursivschrift. Im Februar 1496 brachte der Buchdrucker Aldus Manutius einen Aufsatz des italienischen Gelehrten Pietro Bembo heraus. Die dafür verwendete, von Griffo nach einer päpstlichen Kanzleischrift entwickelte Kursivschrift "Bembo" gewann schnell große Popularität und beeinflusste stark die Schriftgestaltung der folgenden Zeiten.
Schriftarten, deren Buchstaben gleich bleibende Strichstärken haben und keine Endstriche oder Serifen tragen. Oft verwendete Beispiele für solche serifenlosen Schriften sind die Futura, die Helvetica, die Arial, die Optima, die Univers, die Franklin Gothic und die Frutiger. Grotesk-Schriften gelten allgemein als funktionell und modern und werden vor allem aus grafischen Gründen verwendet. Vom Standpunkt der Lesbarkeit sind sie für laufenden Text weniger gut geeignet als Serifenschriften.
In guten DTP-Satzprogrammen kann man beim Definieren der Seiteneigenschaften ein Grundlinienraster festlegen. Der Hauptnutzen dieses Rasters besteht darin, die Zeilen auf Vorder- und Rückseiten auf derselben Höhe zu halten (Register oder einer Registerhaltigkeit) - besonders bei dünneren Papiersorten behindert der versetzt durchscheinende Text der Rückseite sonst die Lesbarkeit.
Feine, ineinander verschlungene, geometrische Linienmuster oder Ornamente. Sie werden auf Banknoten, Wertpapiere, Urkunden etc. gedruckt, um das Fälschen zu erschweren. Guillochen dienen oft auch als Rasterlinien für Abbildungen. Metallene Kunstgegenstände erhalten nicht selten von Hand oder maschinell eingravierte Guillochen als Verzierung.
Das um einen Zylinder gespannte Gummituch ist das Kernelement des Offsetdrucks. Es überträgt das Druckbild von der Druckform auf das Papier. Vom Absetzen der Farbe auf das Gummituch stammt auch die englische Bezeichnung Offsetdruck (Absetzdruck). Das Drucken über ein Gummituch ergibt einen gleichmäßigen Flächendruck, der sogar das Bedrucken von raueren oder genarbten Papieren ermöglicht.
Gussgestrichene Papiere und Kartons bieten einen besonders starken Glanz. Er entsteht nicht durch Satinieren, sondern durch Walzen des feuchten (oder eigens angefeuchteten) Bedruckstoffes mit einem hochglanzpolierten, verchromten Trockenzylinder.
Eigentlich Johann Gensfleisch, (geboren um 1397, gestorben 1468 in Mainz) war der Sohn des Mainzer Patriziers Friele Gensfleisch zur Laden. In der Zeit zwischen 1440 und 1450 erfand Gutenberg in Mainz oder Straßburg das "Drucken mit beweglichen Lettern" - den Buchdruck. Grundlagen seiner Erfindung sind gegossene Drucktypen, ein dazu passendes Handgießinstrument und eine geeignete Metall-Legierung sowie eine Druckpresse. Gutenbergs Buchdruckkunst, die heute als Auslöser einer der größten Revolutionen der Geistesgeschichte gilt, verbreitete sich innerhalb weniger Jahre über die gesamte damals bekannte Welt.
Dünnste darstellbare Linie.
Abfälle aus Baumwolle.
Papier mit mindestens zehn Prozent Anteil aus Lumpen wird in erster Linie für Banknoten und Dokumente verwendet.
Übertragung zwischen zwei Datenstationen in jeweils nur einer Richtung; jedoch umschaltbar.
Kurzer Gedankenstrich, Streckenstrich, Kommandostrich, Strich bei Währungsangaben, Bis-Strich, Gegen-Strich, Anstrich. Als Gedankenstrich wird im deutschsprachigen Raum der so genannte Halbgeviertstrich verwendet, er ist ein halbes Geviert lang (entspricht ungefähr der Breite des Buchstaben "n"). Verwendung: als "Bis-Strich"; Gedankenstrich; grammatische Methode, um einen Zwischensatz hervorzuheben; Benennung von Zeiträumen (zum Beispiel 2000 – 2003).
Farb- oder Graustufen-Bildformat, das im Gegensatz zu Tuschezeichnungen ständig variierende Tonwertabstufungen darstellen kann.
Druckvorlagen mit mehr als einer Helligkeitsstufe bei den vorhandenen Farben. Da die Drucktechnik nur volle Farben kennt, müssen solche Vorlagen zur Reproduktion gerastert, das heißt in Punktsysteme aufgelöst werden. Durch Variation der Größe oder Häufigkeit der Rasterpunke entsteht bei der gedruckten Abbildung der Eindruck unterschiedlicher Helligkeit.
Falzen eines Bogens von Hand mit dem Falzbein, einem flachen, glatten, etwa 15 Zentimeter langen Instrument aus Kunststoff. Nur spezielle Ausführungen in Kleinstauflagen werden noch von Hand gefalzt.
Von Hand hergestellter Schriftsatz mit einzelnen Lettern. Der Setzer nimmt aus Blei gegossene Einzelbuchstaben, Satzzeichen und Abstandselemente aus dem Setzkasten und stellt sie in seinem Arbeitsgerät, dem Winkelhaken, zu einer Schriftzeile zusammen. Bis zur Einführung der ersten Setzmaschinen war der Handsatz die einzige Methode zur Satzherstellung.
Im Gegensatz zum Softproof Verfahren zur Simulation beziehungsweise Kontrolle eines Druckergebnisses, Liefert ein materielles Ergebnis - meist einen Papierausdruck. Je nach den zu überprüfenden Eigenschaften lassen sich Blaupause (Blue Print), Imposition Proof (Layout Proof), Color Proof, Raster-Proof und Maschinen-Proof (oft auch Andruck genannt) unterscheiden.
Naturpapiere und Schreibmaschinenpapiere besonders guter Qualität, die beim Biegen oder Knittern mit der Hand "hart" klingen.
Im Rahmen des Corporate Design bestimmen Firmen oftmals eine besondere Schriftart für ihren Auftritt in der Öffentlichkeit. Ähnliches gilt für Verlage, die eine Standardschriftart für ihre Druckerzeugnisse wählen, um den Wiedererkennungswert dieser Produkte zu steigern. In beiden Fällen spricht man von einer Hausschrift des betreffenden Unternehmens.
Druckfarben, die nach dem Druckprozess im Wesentlichen durch kurzzeitiges Erhitzen trocknen. Dies geschieht durch Heißluft bei Temperaturen von 120 bis 150 Grad Celsius. Heatset-Farben werden im Rollenoffsetdruck verwendet.
Bezeichnung für ein Bindeverfahren. Druckbogen oder Lagen werden in sich und untereinander durch Faden oder Draht zu einem Buchblock beziehungsweise einem Produkt verbunden.
Von dem tschechischen Maler und Grafiker Karel Václav Klíè 1878 vorgestellt, ist die Heliogravur (auch Heliogravüre - von griechisch helios - Sonne) oder Fotogravur ein fotochemisches Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckplatten. Die Heliogravur diente besonders zwischen 1890 und 1910 zur einfarbigen Illustrierung anspruchsvoller Bücher.
Caspar Hermann (geboren 9. März 1871 in Königsberg bei Cheb/Eger, gestorben 6. November 1934 in Mainz) war einer der Pioniere des Offsetdrucks. Nachdem Ira Washington Rubel 1904 die erste Offsetdruckmaschine herausgebracht hatte, baute Hermann erstmals 1904/1905 für die Harris Automation Press Company in Niles/Ohio Buchdruck-Rotationsmaschinen in Offsetdruckmaschinen um. In gleicher Weise entstanden ab 1907 die ersten deutschen Offsetdruckmaschinen. Von Hermann stammt auch die im selben Jahr in Deutschland patentierte weltweit erste Rollenoffset-Druckmaschine sowie 1922 das so genannte Satellitendrucksystem.
Mischsystem für Druckfarben mit 84 Farbtönen, das die drei Druckfarbenhersteller Horstmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schminke & Co. gemeinsam herausgegeben haben. Die Basis bilden neun Grundfarben sowie Schwarz und Weiß. Für Bogenoffset auf gestrichenen und ungestrichenen Papieren, Zeitungsdruck und Endlosdruck stehen jeweils Farbenreihen zur Verfügung.
Erhöhte Teile einer Druckform werden mit Druckfarbe eingefärbt und geben beim Druckvorgang einen Teil der Druckfarbe auf das zu bedruckende Material ab. Hierbei gibt es drei Varianten: Im Tiegel druckt eine Fläche gegen eine andere Fläche, in der Zylindermaschine ein Zylinder auf eine Fläche, und beim Rotationsdruck rollen zwei Zylinder gegeneinander ab. Als ältestes industrielles Druckverfahren wird der Hochdruck heute als Bogendruck für kleine Auflagen und Spezialarbeiten (Stanzen, Prägen, Perforieren, Nummerieren etc.) und mit abnehmender Tendenz auch noch für Zeitungen verwendet.
Einseitig gussgestrichenes, nicht kalandriertes Papier.
Ein im laufenden Text fälschlich doppelt gesetztes Wort.
Dreidimensionales, durch Holographie erzeugtes Bild. Es entsteht nicht durch Fokussierung von Licht auf einem Bildwandler (fotografischer Film, optischer Sensor) durch ein Objektiv. Vielmehr wird das Interferenzbild aufgenommen, das durch Interaktion des von dem abzubildenden Objekt reflektierten Lichts mit einem Referenzstrahl der Lichtquelle entsteht. Dieses Verfahren erfordert äußerst kohärentes (im Gleichtakt schwingendes) Licht, wie es ein Laser erzeugt.
Fälschliche Bezeichnung für Holzstoff freies Papier. Papier mit höchstens fünf Prozent (Gewichtsanteil) verholzten Fasern.
Dieses Papier enthält zu mehr als fünf Prozent Massenanteil mechanisch aus Holz gewonnene Fasern (Holzstoff). Andernfalls nennt man das Papier holzfrei.
Gilt als das älteste Verfahren zur Herstellung von Druckformen. Als Material dienen Langholzbretter, aus denen man mit verschiedenen Schneidwerkzeugen nach einem vorgezeichneten Bild die Teile entfernt, die beim Druck hell erscheinen sollen. Die stehen gebliebenen Stege ergeben das Bild des Abzugs. Die frühesten Holzschnitte zur Vervielfältigung auf Papier lassen sich in China im sechsten Jahrhundert nach Christus nachweisen. Der Buxheimer Christopherus von 1423 gilt als der erste datierte Holzschnitt in Europa. Spielkarten sollen in Europa schon im 14. Jahrhundert mittels Holzschnitt gedruckt worden sein.
Ursprünglich eine vom amerikanischen Hersteller Hewlett-Packard entwickelte Befehlssprache zur Ansteuerung von Plottern. Heute können auch viele Drucker in HPGL codierte Zeichnungen ausgeben.
Das Farbmodell HSB arbeitet zur Beschreibung von Farben analog zur menschlichen Farbwahrnehmung mit den drei Größen Farbton, Sättigung und Helligkeit. Der Farbton ist durch seine Position auf einem Farbkreis definiert und wird durch einen Winkel zwischen null und 360 Grad angegeben. Die Sättigung entspricht dem Anteil von Grau in der Farbmischung und hat Werte zwischen null Prozent für grau und hundert Prozent für die reine Farbe. Für die Helligkeit gibt es ebenfalls einen Wert zwischen null Prozent für Schwarz und hundert Prozent für Weiß.
Produkte zur Identifikation von Waren mit Transpondern, die auf Radiowellen reagieren. Die für so genannte Smart Labels bestimmten Einheiten sind weniger als 0,5 Millimeter dick und lassen sich je nach Typ in Aufklebern bis zu einer Größe von zwei mal zwei Zentimeter unterbringen. Die Transponder können bis zu 512 Bit an Daten speichern und beziehen ihre zum Betrieb benötigte elektrische Energie aus den Radiowellen des Lesegeräts.
In dem Konsortium ICC arbeiten Hersteller von Produkten für die Druckvorstufe zusammen, um das Farbmanagement - die geräteunabhängige Verarbeitung farbiger Darstellungen - zu fördern. Die Federführung hat die Fogra (Deutsche Forschungsgemeinschaft für Druck- und Reproduktionstechnik e. V., München).
Die IDE Alliance wurde 1966 als Graphic Communications Association (GCA) gegründet. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung datentechnischer Normen im Verlagsbereich. Zurzeit zählt die nicht gewinnorientierte Vereinigung mehr als 300 Mitgliedsunternehmen.
International aktive Vereinigung der Verlagsindustrie mit Sitz in Darmstadt mit derzeit mehr als 2.000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist der technische Erfahrungsaustausch, für den man Forschungsprojekte und Arbeitsgruppen sowie Symposien und Seminare veranstaltet. Jährlich im Oktober findet die Ausstellung Ifra Expo zum Thema Zeitungsherstellung statt. Der Name Ifra leitet sich von "INCA-FIEJ Research Association" ab, wobei INCA "International Newspaper Colour Association" und FIEJ "Fédération Internationale des Editeurs de Journaux" bedeutet.
Grafik- und Zeichenprogramm von Adobe.
Die Komponente Image Control des Workflow-Konzepts Prinect der Heidelberger Druckmaschinen AG gilt als weltweit einziges System zur Qualitätssicherung im Druckprozess, das komplette Druckbogen spektralfotometrisch misst. Nach einem Vergleich der Messergebnisse mit den Werten des OK-Bogens gelangen errechnete Farbabweichungen zur Nachregelung der Farbzoneneinstellungen online an die Druckmaschine. Gegenüber einer Messung mit Druckkontrollstreifen wird hierbei mehr als die tausendfache Information verarbeitet.
Ähnlich der Blaupause dient das Imposition Proof vor allem dazu, Inhalt und Vollständigkeit der Elemente einer Druckvorlage zu überprüfen. Im Gegensatz dazu ist dieses Kontrollmittel farbig, allerdings nicht farbverbindlich. Zur Ausgabe solcher Imposition Proofs dienen heute zumeist großformatige Tintenstrahldrucker.
Die nach den Pressegesetzen der Bundesländer vorgeschriebene Nennung von Verleger und Drucker von Druckerwerken, auch von Internetangeboten. In aller Regel enthält das Impressum auch noch weitere, zum Teil ebenfalls gesetzlich vorgeschriebene Angaben, etwa Namen verantwortlicher Redakteure, Anschrift der Redaktion sowie Information zu Werbemöglichkeiten in der Veröffentlichung und zum Vertrieb sowie ein Urheberrechtsvermerk.
Freigabe einer Vorlage zum Druck durch den Auftraggeber. Mancherorts (zum Beispiel in der Schweiz) wird anstelle des Begriffs Imprimatur der Ausdruck "Gut zum Druck" verwendet.
Programm von Adobe für Layout und Satz am Computer, vergleichbar mit dem bekannten Quark Xpress. InDesign ist sowohl für Windows als auch für Macintosh erhältlich.
Ein am Beginn eines Textes oder Absatzes aus dem übrigen Satzbild herausgehobener Buchstabe. Es ist größer als die Textschrift, so dass es zwei oder drei Zeilen belegt. In alten Handschriften zählen besondere Farben und reiche Verzierungen zu den Merkmalen der Initialen. Die ersten Initialen findet man in griechischen und koptischen Handschriften aus dem vierten Jahrhundert.
Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe - zumeist Tinte - in Form kleinster Tropfen aus Düsen auf die zu bedruckende Oberfläche aufgebracht wird. Der Farbausstoß arbeitet dabei piezoelektrisch oder thermisch. Farb-Inkjet-Drucker arbeiten heute mit bis zu sechs Farben und weit über hundert einzelnen Düsen. Sie erreichen heute je nach Verfahren die Qualität hochwertigen Vierfarbdrucks.
Als oberflächenveredelte Papiersorte muss Inkjet-Papier die Tinte schnell aufnehmen, die durch einen Tintendrucker (Inkjet-Drucker) in hoher Frequenz in Form winziger Tropfen auf das Papier geschleudert werden. Dabei darf die Tinte nicht verlaufen.
In der Druckindustrie spricht man von Inline-Verarbeitung, wenn der Prozess direkt in der Druckmaschine stattfindet oder die für den Arbeitsschritt erforderlichen Module fest mit der Druckmaschine verkettet sind. Dies kann zum Beispiel bei Geräten fürs Lackieren, Falzen, Heften oder zur Qualitätskontrolle der Fall sein.
Das zu belichtende Format wird in eine Trommel gezogen und über ein Vakuum fixiert. Das Format ist durch die Trommelgröße definiert. Der Schreibkopf mit dem Belichtungslaser, der in der Trommel zentriert auf einer Spindel sitzt, belichtet während ständiger Rotation und zeilenweisem Vorschub den Film oder das Plattenmaterial.
Mit Intaglio bezeichnet man eine künstlerische Gravur. Im Kunstdruck wird der Begriff als Sammelbezeichnung für die Zeichentechniken verwendet, die im Ergebnis zu Tiefdruckplatten führen: Kupferstich, Stahlstich, Radierung etc. Regenbogendruck - auch Irisdruck genannt - ist ein mehrfarbiger Druck von einer einzelnen Druckplatte, die dazu in verschiedenen Bereichen unterschiedlich eingefärbt wird. Diese Drucktechnik stammt aus dem Kunstdruck, wo sie in Verbindung mit Intaglio-Techniken entwickelt und angewandt wurde.
Die digitale Verknüpfung aller Produktionsschritte des Druckprozesses vom elektronischen Auftragseingang über Vorstufe und Druck bis hin zur Nachverarbeitung und Versandvorbereitung. Die Integration solcher computergestützter Prozesse in der Printmedien-Industrie zu fördern, ist das Ziel der Organisation International Cooperation for Integration of Processes in Prepress, Press, and Postpress (CIP4), in der sich über hundert Unternehmen zusammengeschlossen haben.
Bei der Umwandlung von PostScript-Dateien bestimmt das verwendete Ausgabegerät, ob der Interpreter (RIP) aus der Seitenbeschreibung ein Rasterformat oder vektororientierte Grafikformate erzeugt. Neben der Umwandlung kommen dem RIP noch weitere Aufgaben wie die Kommunikation zwischen Drucker und Computer sowie die Steuerung und Verwaltung des Druckers zu. Damit stellt der Interpreter alle für die Druckausgabe notwendigen Ein- und Ausgabefunktionen des Druckers bereit.
Unter diesem Namen bietet die Firma X-ident GmbH, Düren, Aufkleber zur Identifizierung von Produkten an. Die Etiketten bestehen aus Papier oder Kunststoff-Folie und enthalten je nach Typ Transponder aus den Serien I-Code von Philips oder Tag-It von Texas Instruments. Die Größe der Etiketten liegt zwischen 5,5 x 10,5 und 10 x 15 Zentimeter. Die Aufkleber sind in Form von Rollen erhältlich und lassen sich mit einem speziellen Drucker zugleich bedrucken und für ihren späteren Einsatz mit Daten versehen.
Irrationale Rasterung, Rauschen; Verfahren zur Erzeugung optimaler Winkelungen der Raster für den Vierfarbendruck. Oder: Im Zusammenhang mit dem Scannen bezeichnet dies zufällig verteilte, fehlerhaft gelesene Pixelwerte, in der Regel aufgrund von elektrischen Störungen oder Instabilität des Gerätes.
Internationale, zehnstellige Standardnummerierung für Bücher mit Angabe der Sprachgruppe, des Verlags, der verlagsinternen Titelnummer und einer Prüfziffer. Das System der ISBN nahm Mitte der 60er Jahre von England aus seinen Anfang. 1969 wurde es in der Bundesrepublik eingeführt.
Verfahren zur einheitlichen digitalen Übertragung von Sprache und Daten im Telefon-Ortsnetz, wobei dem Benutzer mehr Funktionen zur Verfügung stehen als bei einem herkömmlichen analogen Anschluss. In Europa hat ein normaler ISDN-Anschluss zwei Datenkanäle mit einer Übertragungsleistung von jeweils 64 Kbit/s und einen Steuerkanal mit 16 Kbit/s. Bei Bedarf lassen sich weitere Kanäle anschließen und auch zu höheren Übertragungskapazitäten bündeln.
Der weltweit operierenden Normungsgesellschaft mit Sitz in Genf gehören zahlreiche Staaten an. Deutschland ist durch das Deutsche Institut für Normung (DIN) vertreten. Die Gemeinschaft hat die Aufgabe, Normen auf allen Gebieten der Technik - mit Ausnahme der Elektrotechnik - zu entwickeln beziehungsweise einander anzugleichen.
Aus einheimischen Faserstoffen hergestelltes japanisches Papier. Für echtes Japanpapier, Washi (von wa = Japan und shi = Papier) genannt, verwendet man bevorzugt die Pflanzen Kozo, Mitsumata, Gampi und Kuwakawa (Maulbeerbaum).
Aus einer Initiative der Heidelberger Druckmaschinen AG, Adobe Systems, MAN Roland und Agfa hervorgegangen und jetzt von der Branchenvereinigung CIP4 unterstützt, ist JDF als datentechnische Grundlage für die herstellerunabhängige Integration von Druckprozessen bestimmt. JDF basiert auf der Formatierungssprache XML und umfasst eine Definition für die Beschreibung von Druckaufträgen (Job Tickets) sowie ein Nachrichtenformat und ein zugehöriges Übermittlungsprotokoll.
Digitale "Auftragstasche" im Arbeitsablauf der Druckvorstufe. Es nimmt Anweisungen zum Ausschießen, Über-/Unterfüllen und OPI sowie Ausgabeparameter oder Informationen für Druck und Finishing auf.
Von der Joint Photographic Experts Group entwickeltes Verfahren zur Komprimierung von Bilddaten in der RGB-Darstellung, das die Dateigrößen um bis zu 95 Prozent verringern kann. Es arbeitet mit Verlusten an Bildinformation, dabei kann man den Verdichtungsgrad so wählen, dass diese Störungen noch akzeptabel bleiben. JPEG ist lizenzfrei und international genormt (ISO 10918). Es arbeitet mit dem Verfahren "Diskrete Cosinus-Transformation" (DCT), wobei jeweils Bildausschnitte von 64 Punkten verarbeitet werden.
In der traditionellen Sprache der Buchdrucker ist eine Jungfer eine fehlerlos gesetzte Druckseite.
Ablauf in der industriellen Produktion, bei dem Vorlieferanten ihre Produkte in dem Moment anliefern, wenn sie in der Fertigung gebraucht werden. Dadurch erübrigen sich Wareneingangslager am Produktionsstandort. Just-in-Time-Fertigung stellt hohe Ansprüche an die Produktionssteuerung, insbesondere, wenn es für die betreffenden Vorprodukte verschiedene Varianten (zum Beispiel Farben) gibt, sowie an die Logistik, die eine zeitgenaue Anlieferung garantieren muss. Eine notwendige Bedingung ist die datentechnische Verbindung von Vorlieferanten und Hersteller.
Maschine zum Glätten (Satinieren) von Papier. Sie besteht im Wesentlichen aus einem System übereinander liegender, meist beheizter Stahlguss- und Papierwalzen, durch die das Papier schlangenförmig hindurchgeführt wird. Die polierten Stahlwalzen übernehmen dabei die eigentliche Glättfunktion. Die Papierwalzen bestehen aus einem Stahlkern, auf den spezielles Kalanderwalzenpapier aufgepresst und dann abgedreht wird.
Papierveredelung durch Glätten der Materialoberfläche zwischen Walzen.
Abgleich von Geräten auf korrekte Funktion. In der Druckvorstufe dient die Kalibrierung von Ein- und Ausgabegeräten - Monitore, Scanner, Belichter unter anderem - vor allem dazu, ihre Farbdarstellung zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.
Kunst der Handschrift oder Schönschreibkunst.
Großbuchstaben in der Größe der Grundhöhe von Kleinbuchstaben im gerade verwendeten Schriftgrad. Kapitälchen dienen dazu, einzelne Wörter im Schriftbild hervorzuheben.
Wenn in einem Stapel von bedrucktem Material durch Druck Farbe von einer Oberfläche auf die benachbarte Oberfläche übertragen wird. Dies kann zum Beispiel in einer Schneidemaschine durch den Pressbalken geschehen.
Lehre von der Herstellung von Landkarten. Zu den besonderen Problemen der Kartografie gehört die korrekte Ermittlung von Geländehöhen (Topografie) und die möglichst realistische Wiedergabe der gekrümmten Erdoberfläche auf dem ebenen Kartenmaterial.
Liegt im Flächengewicht zwischen Papier und Pappe. Man unterscheidet einlagigen und mehrlagigen Karton.
Mit dem englischen Begriff Kerning bezeichnet man die aus ästhetischen Gründen gezielte Variation der Abstände zwischen bestimmten Buchstabenpaaren innerhalb von Wörtern. Danach rückt man die Buchstaben A und V näher zusammen, um gleichzeitig zur Verbesserung des optischen Texteindruckes beispielsweise den Abstand zwischen W und V zu vergrößern. Überlappen sich beim Zusammenrücken die Grundflächen von zwei Buchstaben - etwa bei der Buchstabenkombination "Te" -, dann spricht man von Unterschneiden.
Der tschechische Maler und Grafiker Karel Václav Klíc (auch bekannt als Karl Klietsch - geboren 30. April 1841 in Arnau/Ostböhmen, gestorben 16. November 1926 in Wien) gilt als Erfinder der Heliogravur sowie des Kupfer- oder Rakeltiefdrucks. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit stellte Klíc 1878 in Wien die Heliogravur vor, ein Verfahren zur fotochemischen Herstellung geätzter Kupferdruckplatten auf der Basis von Fotografien.
Bindeverfahren mit fadenlosen Klebstoffen, bei denen der Buchblock aus einzelnen Blättern besteht. Bei der Blockklebebindung wird der feststehende Buchblock, bei der Fächerklebebindung (Lumbeck-Verfahren) der nach beiden Seiten aufgefächerte Buchblock klebegebunden.
Ursprüngliche Bezeichnung für Druckstöcke - zumeist Metallplatten - zur Wiedergabe von Bildern im Hochdruckverfahren. Bei Halbtonvorlagen (Fotos) fertigte man Rasterätzungen an, bei Strichvorlagen (Zeichnungen) waren es Strichätzungen. Hochdruckklischees haben heute weitgehend historische Bedeutung. Heute bezeichnet man mit dem Begriff Klischee zumeist im Flexodruck verwendete Hochdruckformen oder auch Tiefdruckformen für den Tampondruck.
Johann Friedrich Gottlob Koenig (geboren 17. April 1774 in Eisleben, gestorben 17. Januar 1833 in Würzburg) ist der Erfinder der Schnellpresse, die als erste wesentliche Weiterentwicklung der Drucktechnik seit Gutenberg gilt. Ende 1806 ging Koenig nach London und entwickelte dort in den Jahren 1811/1812 die Zylinderdruckmaschine. Einen entscheidenden weiteren Geschwindigkeitsfortschritt erzielte Koenig 1813 mit der Verwendung von zwei Druckzylindern. Dadurch ließen sich Hin- und Rückweg des Karrens mit der Druckform nutzen.
Textspalte einer Zeitung oder Zeitschrift oder auch ein kurzer, regelmäßig erscheinender Meinungsartikel in dieser Form. In der Fachsprache der Drucker ist die Kolumne der zu einer Seite gestaltete Text eines Druckerzeugnisses. Die Angaben am oberen Seitenrand heißen dementsprechend Kolumnentitel. Dabei unterscheidet man so genannte lebende und tote Kolumnentitel. Erstere variieren nach dem Inhalt der betreffenden Seite. Letztere sind unveränderlich und enthalten beispielsweise feste Rubrikbezeichnungen oder auch Seitennummern.
Farben, die sich auf dem Farbenkreis gegenüberstehen, nennt man Komplementärfarben. Mischt man komplementäre Lichtfarben RGB-Farben additiv, wird das Farblicht summiert und sie ergänzen sich zu Weiß. Bei subtraktiver Mischung der Körperfarben beziehungsweise CMYK-Farben, erhält man ein dunkles Grau bis Schwarz, das heißt der Lichtgehalt der Farbe nimmt ab.
Wirkung zweier Farben, die im Farbton die größte Verschiedenheit haben. Direkt nebeneinander platziert, erreichen Komplementärfarben höchste Leuchtkraft und höchste Farbwirkung, wodurch jede Farbe voll zur Wirkung kommt (vergleiche Komplementärfarben).
Die typographische Maßeinheit Konkordanz entspricht 36 Punkt.
Kleiner Schriftgrad (sechs bis acht Punkt) für Texte, die nicht gelesen, sondern nur gelegentlich "konsultiert" werden müssen, zum Beispiel in Telefonbüchern.
Analoge und digitale Kontrollstreifen bilden die Grundlage für eine effektive Qualitätskontrolle in Reproduktion und Druck. Sie sind Teil eines umfassenden Systems zur Qualitätssicherung. Für den Druckprozess gibt es eine Vielzahl von Kontrollstreifen, als Beispiel sind erwähnt: Der Medienkeil für Proof und Druck, der digitale Plattenkeil zur Kontrolle der Druckplatten, der digitale Druckkontrollstreifen zur Kontrolle des Fortdrucks etc.
Für die Korrektur von Texten haben sich im Druckgewerbe bestimmte Zeichen und zugehörige Regeln eingebürgert, die schließlich unter der Bezeichnung DIN 16 511 auch zur verbindlichen Norm erhoben wurden.
Wird zu mindestens 90 Prozent aus frischem, in der Regel ungebleichtem Sulfatzellstoff (Kraftzellstoff) hergestellt. Es zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Beständigkeit aus.
Sie kann mit Schwertfalz- oder Taschenfalzmaschinen erzeugt werden. Dabei werden die Druckbogen mehrere Male im Winkel von 90 Grad zueinander gefalzt. Dadurch entstehen mehrseitige Produkte. Es wird stets die längere Bogenseite gefalzt. Je nachdem, wie oft dieser Vorgang wiederholt wird, spricht man von Ein-, Zwei-, Drei- und Vierbruchfalzung.
Bogenoffsetdruck in hoher Qualität auf hochwertiges Papier. Kommt bei der Produktion von aufwendigen Bildbänden zur Anwendung.
Hochwertiges, beidseitig aufwendig gestrichenes (beschichtetes) Papier für anspruchsvolle, farbige Druckarbeiten. Es hat eine meist glänzende, sehr gleichmäßige und glatte Oberfläche; es gibt aber auch matte und halbmatte Qualitäten. Auf Kunstdruckpapier lassen sich Bilder mit feinstem Raster im Hoch- oder Offsetdruck wiedergeben.
Besonders weiches und saugfähiges Papier. Dazu gehören auch handgeschöpfte Papiere aus Japan, da sie aus langen, geschmeidigen Japanfasern hergestellt werden (Japanpapier) und auf Handpressen für druckgraphische Arbeiten die Feinheiten eines Kupferstiches besonders gut wiedergeben.
Diese Schrift (benannt nach dem Slawenapostel Kyrillos, der von 826/27 bis 869 lebte) entstand - ursprünglich für den kirchlichen Gebrauch - aus dem griechischen Großbuchstaben-Alphabet ("Majuskel"), das insbesondere den phonetischen Besonderheiten des Slawischen angepasst wurde. Die Schrift wird heute in einer inzwischen vereinfachten Form in Russland und einer Reihe von Staaten der ehemaligen Sowjetunion sowie in Bulgarien, Serbien und der Mongolei verwendet.
Aufbringen einer farblosen, glänzend oder matt trocknenden Lackschicht als letzte Druckphase, entweder als Drucklack durch die Druckmaschine oder als Dispersionslack auf wässriger Basis durch ein eigenes Drucklackwerk. Lackieren verbessert das Aussehen eines Druckprodukts und erhöht besonders bei mattem Papier die Abriebfestigkeit der Druckfarben.
In der Druckweiterverarbeitung zählt das Laminieren, auch Folienkaschieren genannt, zu den Veredelungsverfahren, die dem Schutz und einer erhöhten Attraktivität des Druckerzeugnisses dienen. Dabei erhalten Drucke, Einbände etc. eine durchsichtige Schutzfolie (zumeist aus Polyester). Im Alltag findet man laminierte Materialien häufig bei Getränke- und Speisekarten. Bei Flüssigkeitsverpackungen verwendet die Industrie Folien, die auch das Aroma des Produkts schützen.
Papier mit einer besonders guten Dimensionsstabilität.
Ausgabeeinheit, bei der ein von einer Laserlichtquelle erzeugter Lichtstrahl über Optik und/oder Spiegel auf ein fotosensitives Material gelenkt wird; durch vorgeschaltete, mit der Ablenkeinheit zeitlich koordinierte An-/Aus-Schalter werden einzelne Punkte (Spots) erzeugt; der Zusammenhang der Punkte wird von einem Programm beziehungsweise einer Seitenbeschreibungssprache und dem Treiber des Laserbelichters gesteuert.
Arbeitet mit einer sich drehenden Trommel, deren Oberfläche bei Lichteinfall leitfähig wird. Diese Trommeloberfläche wird zunächst elektrisch aufgeladen. Dann schreibt ein Laser-Lichtstrahl über ein rotierendes Spiegelrad die Druckinformation zeilenweise auf die Trommel. Dort, wo Licht auf die Trommeloberfläche trifft, wird sie entladen. Anschließend aufgebrachtes Farbpulver haftet dadurch nur an den unbeleuchteten Stellen. Auf Papier übertragen und durch Wärme fixiert, erzeugt es das gewünschte Druckbild.
Dient zur Verwendung im Laserdrucker. Es hat eine gleichmäßige, speziell präparierte Oberfläche für eine höchstmögliche Tonerhaftung und zur sofortigen elektrischen Entladung im Laserdrucker.
Richtung, in der Papier durch die Papiermaschine läuft. Dies ist in der Regel auch die bevorzugte Faserrichtung im Papier, und in dieser Richtung ist es meist steifer und dimensionsstabiler. Auf Bogenpaketen ist die Laufrichtung des Papiers oft durch einen Pfeil gekennzeichnet.
Entwurf, nach dem ein Druckerzeugnis gestaltet wird. Dazu gehören das Aussehen und die Anordnung von Texten, Bildern und anderen grafischen Elementen sowie die Typografie. Auch der Vorgang der grafischen Gestaltung von Druckerzeugnissen selbst wird als Layout bezeichnet.
Dient dazu, Papier beschreibbar zu machen und besondere Eigenschaften zu erzielen. Meist wird der Leim der Papiermasse bereits vor der Verarbeitung beigegeben (Stoffleimung), für spezielle Papiersorten gibt es jedoch auch eine nachträgliche Oberflächenleimung innerhalb der Trockenpartie der Papiermaschine.
Fortlaufende parallele Falzung von Broschüren und ähnlichen Druckerzeugnissen nach Art einer Handharmonika, bei der die Falzung abwechselnd nach vorn und hinten erfolgt. Der Begriff leitet sich von einer Liste der Geliebten von Don Juan in Mozarts Oper "Don Giovanni" ab, die dessen Diener Leporello anlegte.
Indirekter Hochdruck. Bei diesem Druckverfahren wird die Druckfarbe von der Druckform über einen Gummituchzylinder ohne Feuchtung auf den Bedruckstoff übertragen. Fälschlicherweise spricht man auch von Trockenoffset, so dass es zur Verwechselung mit dem wasserlosen Offsetdruck kommt. Das Letterset-Verfahren findet unter anderem beim Endlosformular und beim Verpackungsdruck Anwendung.
Unempfindlichkeit von Farben - speziell auch von Druckfarben - gegenüber dem Einfluss von Licht des natürlichen Sonnenspektrums. Nach der Norm DIN 54003/4 sind in der so genannten Wollskala acht Stufen von "sehr gering" bis "hervorragend" definiert. Stufe drei - mäßig lichtecht - bedeutet etwa, dass man die Farbe im Sommer vier bis acht Tage und im Winter zwei bis vier Wochen lang dem Tageslicht aussetzen kann, ohne dass eine merkliche Ausbleichung eintritt.
Hellste Töne eines Bildes.
Doppelbuchstaben wie "ff" oder Kombinationen wie "fl" oder "ft", die wie ein Zeichen behandelt werden.
Als erste funktionierende und bis heute unübertroffene Zeilensetzmaschine revolutionierte die von Ottmar Mergenthaler 1882 patentierte Linotype das Druckwesen, insbesondere die Zeitungsherstellung. 1886 erstmals bei der Zeitung New York Tribune eingesetzt, blieb die Linotype in ihren Grundfunktion bis zu ihrer Ablösung durch elektronische Setzverfahren gleich: Mit einer Schreibmaschinen ähnlichen Tastatur bedient, stellt sie Metallmatrizen von Buchstaben und anderen Zeichen sowie Zwischenräumen zu Druckzeilen zusammen, die in einem automatischen Vorgang mit einer Bleilegierung ausgegossen werden. Auf diese Weise entstehen Schriftzeilen, die man dann zu Textkolumnen zusammenstellen kann.
Von Alois Senefelder 1789 erfunden, ist die Lithografie ein Verfahren zur Herstellung von Druckformen für den Steindruck. Die Druckvorlage wird mit spezieller Tinte oder Kreide direkt auf einen glatt geschliffenen Steinblock aus kohlensaurem Kalk übertragen. Vor dem Einfärben mit öliger Druckfarbe wird der Steinblock angefeuchtet. Die beschriebenen Stellen nehmen anschließend die ölige Druckfarbe an, während der unveränderte Kalkstein die Farbe abstößt. Mit Lithografien bezeichnet man umgangssprachlich auch Kopiervorlagen für den Offsetdruck.
Fadenlose Klebebindung für Broschüren, Bücher etc. Der Bund des Buchblocks wird geschnitten, sodass einzelne Blätter entstehen. Nach Einklemmen des Buchblocks wird der herausragende Bund nach einer Seite aufgefächert und mit Klebstoff bestrichen. Der Vorgang wiederholt sich beim Auffächern des Blocks zur anderen Seite. Benannt ist das Verfahren nach dem Buchbindermeister Emil Lumbeck (1886 bis 1979).
Für Rollenoffset- und Tiefdruckpapiere haben sich durch die Globalisierung der Papierindustrie eine Reihe englischer Bezeichnungen eingebürgert. Je nach Flächengewicht gibt es für gestrichene Papiere die Klassen HWC, MWC, LWC und ULWC - jeweils holzhaltig und in verschiedenen Varianten, auch satiniert. MFC-Papier ist gestrichen, überwiegend aus Holzschliff hergestellt, mit einem Flächengewicht von 48 bis 80 Gramm pro Quadratmeter, teilweise mit höherem Volumen. LLWC ist besonders leicht gestrichenes Papier für den Rollenoffsetdruck. Bei SC-Papier handelt es sich um satiniertes, holzhaltiges Naturpapier, überwiegend aus Holzschliff und Altpapier.
Diese auch Illustrationsdruckpapier genannte Papierart ist ungestrichenes, meist holzhaltiges, satiniertes Papier mit Füllstoffen, das sich besonders gut zur Wiedergabe von Bildvorlagen eignet. Es findet vor allem für im Tiefdruck hergestellte Zeitschriften Verwendung.
Vorrichtung zum Einstecken von Beilagen in Zeitungen und Zeitschriften. Die Maschine verarbeitet bis zu 30.000 Exemplare pro Stunde und lässt sich auf 80 Magazinausleger ausbauen, das heißt, bis zu 80 verschiedene Produkte einstecken. Die Magnapak kann Einlege- und Sortiervorgänge nacheinander oder gleichzeitig durchführen und ist für einfachen Betrieb und geringen Wartungsaufwand wellenlos konstruiert.
Reagieren auf Magnetfelder. Mit Hilfe entsprechender Sensoren lassen sie sich zum Beispiel zur maschinellen Identifikation von Etiketten einsetzen.
Historische Bezeichnung für Großbuchstaben oder Versalien.
Fehlerhafte Drucke. Im weiteren Sinn bezeichnet man daneben sämtliche Papierabfälle in Druckbetrieben als Makulaturen: schadhaftes Papier, beim Einrichten von Druckmaschinen anfallendes Vorlaufpapier, Verpackungsmaterial sowie überzählige Druckerzeugnisse und Remittenden (Rücklieferungen).
Gilt als einer der bedeutendsten Buchdrucker der italienischen Renaissance. 1493 gründete Manutius (eigentlich Aldo Manutio - geboren 1449 in Bassiano, gestorben 1515 in Venedig) in Venedig eine Druckerei und brachte in der Folgezeit eine Reihe klassischer griechischer und lateinischer Werke sowie einheimische Schriftsteller heraus. Diese so genannten Aldinen hatten eine Auflage von rund 1.000 Exemplaren und ließen sich durch ihr kleines Format im Gegensatz zu den bis dahin üblichen, unhandlichen Wiegendrucken bequem mitführen.
Randbemerkungen in Form von Texten und Bildern, die außerhalb des Satzspiegels auf dem Randsteg einer Druckseite angeordnet sind. Marginalien findet man vor allem in Büchern, die dafür geeignete, entsprechend breite Randstege besitzen.
Dient dazu, das Druckergebnis als Resultat des gesamten Produktionsprozesses zu überprüfen. Es handelt sich hierbei um das aufwändigste Kontrollinstrument für den Druckprozess. Sein größter Vorteil liegt darin, dass es unabhängig vom vorangegangenen Preprint-Prozess einen wirklichkeitsnahen Eindruck vom Druckergebnis liefert. Dem späteren Druckergebnis kommen Maschinen-Proofs am nächsten, wenn man sie mit dem originalen, auch für den späteren Drucklauf verwendeten Papier anfertigt.
Papier mit einer Oberflächenglätte, die mit den Mitteln der Papiermaschine erzielt wird. Eine darüber hinausgehende Glätte erreicht man unter anderem durch Satinieren.
Meist holzfreies, vorwiegend weißes Naturpapier mit und ohne Wasserzeichen, das vornehmlich im Büro verwendet wird.
Als besondere Bauart von Flexodruckmaschinen hat die Mehrzylindermaschine vier oder sechs Farbwerke, von denen je zwei beziehungsweise drei an jeder Seite eines Druckwerkständers übereinander angebracht sind. Eine Druckmaschine dieser Art kann die zur Verfügung stehenden vier oder sechs Farben in beliebiger Kombination auf der Vorder- und Rückseite der Materialbahn drucken. Die Arbeitsbreiten liegen je nach Maschinentyp meist zwischen 25 und 250 Zentimeter.
Erfinder der Maschinensetzmaschine "Linotype", die komplette, in Blei gegossene Textzeilen für den Hochdruck lieferte. Nach einer Uhrmacherlehre wanderte Mergenthaler (geboren 11. Mai 1854 in Hachtel, gestorben 28. Oktober 1899 in Baltimore) 1872 in die USA aus und patentierte dort nach langjährigen Versuchen die Linotype als erste funktionsfähige Zeilensetzmaschine, die das langsame Handsetzen ablöste.
Farbmuster mit unterschiedlichen Spektralwerten können unter einer Lichtart gleich aussehen, obwohl sie unter einer anderen Lichtart einen Farbabstand aufweisen.
Äußerst kleine Schrift, die erst bei Vergrößerung durch eine starke Lupe lesbar wird. Sie dient auf Banknoten und anderen fälschungsgefährdeten Dokumenten als Sicherheitselement. Die Bildauflösung von Farbkopierern reicht beispielsweise nicht aus, um die Mikroschrift zu reproduzieren.
Bücher, deren Einband nicht höher und breiter als jeweils 7,6 Zentimeter (drei Zoll) ist (andere Definitionen beziehen sich auf die Seitengröße oder den Satzspiegel). Eines der frühesten bekannten gedruckten Miniaturbücher aus der Nachinkunabelzeit ist das von Lucantonio Giunta in Venedig am 4. Mai 1506 herausgegebene Stundenbuch "Officium Beatae Mariae Virginis secundum consuetudine romane curie". Es misst 7,2 x 5,1 Zentimeter in der Höhe und Breite, ist auf Pergament gedruckt und enthält illuminierte ganzseitige Holzschnitte.
Historische Bezeichnung für Kleinbuchstaben oder Gemeine.
Papiere, die mehr als fünf Prozent mechanisch gewonnene Holzfasern (Holzstoff) enthalten. Diese Bezeichnung wird überwiegend bei Naturpapieren verwendet. Bei gestrichenen Papieren spricht man eher von fast holzfrei.
Von dem amerikanischen Ingenieur John Mullen erfunden, dient der Mullen-Tester unter anderem dazu, die Berstfestigkeit von Papier zu messen.
Die Tonwertzunahme oder -abnahme wird mit der geometrischen Flächendeckung nach der Murray-Davies-Formel, dem "optischen Rastertonwert" gemessen. Mit ihrer Hilfe kann der Gesamtreflexionsfaktor aus der Summe der Reflexion einer bedruckten und einer unbedruckten Fläche sowie die optische Flächendeckung berechnet werden.
Auf ihr werden Elemente platziert, welche auf jeder Dokumentseite vorhanden sein sollten; in der Regel Kopfzeilen, Fußzeilen und Seitenpaginas.
Mehrfarbiger Druck, bei dem die vorhergehende Druckfarbe bereits getrocknet ist, bevor die folgende gedruckt wird. Beispiel: Farbdruck auf einer Einfarben-Druckmaschine.
Druck in Mehrfarbendruckmaschinen mit zwei oder mehr Farben. Die zweite und weitere Farben werden dabei gedruckt, ehe die vorherigen getrocknet sind.
Besitzt selbst in nassem Zustand eine gewisse Reißfestigkeit. Man erzielt diese Eigenschaft durch spezielle Zusätze in der Faserstoffmischung des Papiers. Sind die Zusatzstoffe zusätzlich alkalibeständig, erhält man laugenfestes Papier.
Werden in durchfeuchtetem Zustand verarbeitet und müssen daher ausreichend nassfest sein, das heißt im nassen Zustand mechanischen Belastungen widerstehen. Man setzt Nassklebe-Etiketten in erster Linie für Flaschen ein.
Hat im Gegensatz zu gestrichenem Papier keinen Strichauftrag. Man bezeichnet es auch als ungestrichenes Papier.
Konstruktionsprinzip für Bogenoffset- und Rollenoffset-Druckmaschinen. Vier Druckwerke (Druck- und Gummizylinder) sind um einen gemeinsamen Gegendruckzylinder angeordnet. Auf diese Weise liegt die Papierbahn während des gesamten Vier-Farben-Druckprozesses an einem Zylinder an. Die vier Farben werden kurz hintereinander im so genannten Nass-in-Nass-Verfahren aufgetragen. Diese Maschinenbauweise soll einen besonders exakten Vier-Farben-Druck ermöglichen.
Zu dieser Klasse zählen Drucker, die beim Drucken keine Kraft auf das zu bedruckende Material ausüben. Typische Non-Impact-Drucker sind Laser-, Inkjet- und Thermodrucker.
Die typografische Maßeinheit Nonpareille entspricht sechs Punkt.
Mathematisches Modell zur objektiven Bestimmung der Farbintensität der jeweiligen spektralen Anteile und seiner Helligkeit.
Das Auge besitzt drei Arten von Empfängern (Zäpfchen) auf der Netzhaut. Diese unterscheiden sich in ihrer spektralen Empfindlichkeit. Während eine Art auf Rotorange (x) besonders empfindlich reagiert, besitzt die zweite Art für Grün (y) und die dritte Art für Blau (z) eine größere Empfindlichkeit. Damit können dem Auge Normspektralwertfunktionen zugeordnet werden. Auf diesen Normalspektralwertfunktionen beruht das CIELab-System.
Bezeichnet den obersten Punkt der Versalhöhe und die Ausdehnung der Schrift von der Schriftlinie bis zur Oberkante des Versalbuchstabens.
Schriften, die nach vorn geneigt dargestellt sind. Dies dient in der Regel als Ersatz für eine nicht vorhandene kursive Variante der betreffenden Schrifttype.
Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckformen, bei dem gerasterte Offsetfilme als Vorlagen dienen. Als besonderer Vorteil gilt, dass man Andrucke oder Proofs nicht aufwändig mit Tiefdruck-Maschinen anfertigen muss, sondern mit Hilfe der Offsetfilme produzieren kann. Dies ist möglich, weil die Tonwertwiedergabe der Offsetvorlagen der des Tiefdruckprodukts entspricht.
Als Flachdruckverfahren basiert der Offsetdruck auf dem unterschiedlichen Benetzungsverhalten von druckenden und nicht druckenden Bereichen der Druckform. Beim Drucken nehmen die lipophilen (ölfreundlichen) Bildstellen die ölartige Druckfarbe an, die bildfreien hydrophilen Stellen stoßen sie ab. Der Offsetdruck arbeitet indirekt: Die Druckform überträgt das Druckbild auf einen Gummizylinder, der seinerseits das Papier beziehungsweise anderes Material bedruckt. Man unterscheidet Bogenoffset- und Rollenoffsetdruck. Ersterer verwendet Papierbogen, letzterer Papierrollen als Rohmaterial.
Holzfreie und holzhaltige Naturpapiere sowie ungestrichene Recyclingpapiere in satinierter oder maschinenglatter Ausführung, die sich für die Verarbeitung im Offsetdruck eignen.
Aktivitäten in den Bereichen Marktforschung, Werbung und Vertrieb, die sich an einzelne Kunden richten und deren individuelle Wünsche und Vorlieben berücksichtigen. Durch das Internet, das direkte Interaktion mit Verbrauchern erlaubt, ist One-to-One-Marketing auch in Märkten mit großen Kundenzahlen möglich geworden, die sich zuvor nur pauschal ansprechen ließen. Online-Händler können das Verhalten der Besucher ihrer Website durch Software automatisch auswerten lassen und mit gezielten, individuellen Angeboten reagieren.
Grad der Lichtundurchlässigkeit von Papier. Beidseitig bedrucktes Papier sollte eine möglichst hohe Opazität besitzen. Ein höherer Holzanteil im Papier sowie Füllstoffe wie Kaolin, Talkum oder Titandioxyd steigern die Opazität.
Als Kontrollmittel für Vollständigkeit, Position und Inhalt von Druckvorlagen (Proof) dienten lange Zeit Kopien mit Lichtpauspapier, Blaupausen oder nach dem Markennamen des Papiers Ozalid-Kopien genannt. Die Grundlage dafür bildet das 1917 patentierte Diazotypie-Verfahren des Benediktiner-Paters Gustav Kögel (geboren 1882 in München, gestorben 1945 in Karlsruhe).
Fachausdruck für Seitenzahl in Werken, Zeitschriften.
Ein Schriftwerk zu paginieren heißt, seine Seiten durchzunummerieren; versehen mit Seitenzahlen. Auch: in Seiten einteilen.
Folgen einem weltweit genutzten System von Standardfarben, das die Firma Pantone, Inc. 1963 für die Ptintmedien-Industrie einführte. Das System lieferte als Referenz 512 Farbtöne, die aus acht Grundfarben, Schwarz und Weiß gemischt wurden, auf gestrichenem und ungestrichenem Papier gedruckt. Heute sind über 1.100 Pantone-Farben auf einer breiten Palette von Papieren verfügbar.
Flächiger Werkstoff aus meist einheitlichen Faserstoffschichten ab 225 Gramm pro Quadratmeter.
Beschreibstoff, der aus der Papyrusstaude, einem schilfartigen Sumpfgewächs hergestellt wurde. Die Stengel der Staude wurden in Streifen geschnitten, kreuzweise übereinander gelegt und dann gepresst, gehämmert, geglättet und getrocknet. Papyrus lässt sich als Beschreibstoff in Ägypten seit Anfang des 3. Jahrtausends vor Christus nachweisen. Die Herstellung wurde in Ägypten fabrikmäßig betrieben, sodass die ganze antike Kulturwelt beliefert werden konnte. Ab dem 2. Jahrhundert nach Christus wurde der Papyrus allmählich vom Pergament verdrängt, mit dem 10. Jahrhundert begann der Siegeszug des Papiers.
Falzart, bei der das Falzprodukt in jeder Tasche der Taschenfalzmaschine auf die Hälfte der jeweiligen Einlauflänge gefalzt wird. Es erfolgt also eine fortgesetzte Halbierung durch parallele Falzbrüche.
Allgemein gebräuchlicher Begriff für die Einstellung des Sattels (Materialanschlag) parallel zur Schnittlinie.
Beim Übereinanderdruck von mehreren Druckfarben. Bei einem mehrfarbigen Druckobjekt kann es vorkommen, dass die Farben außerhalb der Passung gedruckt werden und so zu kleinen Farbverschiebungen oder Lücken zwischen aneinander grenzenden Farbbereichen führen (Blitzer).
Befehlssprache zur Steuerung von Computer-Druckern. Anfang der achtziger Jahre vom Computerhersteller Hewlett-Packard eingeführt und seitdem ständig weiterentwickelt, soll PCL Anwendungsprogrammen die Möglichkeit bieten, die Funktionen verschiedener Drucker auf einheitliche und damit effiziente Weise zu steuern.
Dieses Datenformat dient zum Austausch und zur Verarbeitung elektronisch gespeicherter, formatierter Dokumente mit Text und Bild unabhängig von der verwendeten Hard- und Software. Als Besonderheit sind Texte und Grafiken in Vektor-Form gespeichert, sodass die Auflösung ihrer Darstellung nur von dem Ausgabegerät (Bildschirm, Drucker) abhängt.
Präparierte Tierhaut.
Holzfreies Papier, das durch schmierige Mahlung des Faserstoffes bezüglich der Fettdichtigkeit ähnliche Eigenschaften wie echtes Pergament aufweist.
Kochfestes, fett- und wasserdichtes Papier. Seinen Namen hat dieses Papier vom ursprünglichen Pergament, das aus Tierhaut durch Enthaaren, Trocknen und Glätten hergestellt wurde. Das Ausgangsprodukt von Pergamentpapier ist ein saugfähiges Rohpapier, das man in einem Schwefelsäurebad behandelt, um die Oberflächen abzudichten. Das Papier dient vor allem zum Verpacken von Fettprodukten (Butter, Margarine).
Aus fein gemahlenem Zellstoff hergestellte, weitgehend fettdichte, aber nicht nassfeste Papiersorte. Sie ist stark satiniert und dadurch relativ transparent.
Satz- und Druckaufträge, die sich unter einem bestimmten Titel wiederholen und stets eine ähnliche Aufmachung haben.
Sie enthalten Partikel aus Glimmer (schichtförmig aufgebaute Aluminiumsilikate). Durch das Zusammenspiel von Transparenz, Reflexion und Interferenz erzeugen diese feinen Plättchen verschiedene, mit Farbwechsel verbundene Glanzeffekte, die je nach Größe der Glimmerteilchen von seidenmatt bis glitzernd erscheinen. Perlglanzfarben dienen unter anderem als Sicherheitselement bei Banknoten.
Verfahren, mit denen die einzelnen Exemplare eines Drucklaufes zu gewissen Teilen individuelle Aufdrucke erhalten. Personalisiertes Drucken setzt zumindest für die individuellen Aufdrucke ein digitales Druckverfahren voraus, bei dem die Druckdaten zwischen einzelnen gedruckten Exemplaren wechseln können. Eine häufige Anwendung des Verfahrens ist das Adressieren von Druckerzeugnissen und die persönliche Anrede des Adressaten.
Bei der Rendering-Methode wird versucht, das optische Verhältnis zwischen den Farben und dem menschlichen Auge in natürlicher Weise zu erhalten. Die Farbwerte selbst können sich dabei ändern. Der wahrnehmungsorientierte Rendering-Intent (perzeptiv) gibt das Bild unter Berücksichtigung der Papier-, Dynamik- und Farbeigenschaften des Ausgabesystems so wieder, dass das menschliche Auge es im Zielfarbsystem (CMYK) als möglichst originalgetreu empfindet. Wählt man bei Farbraumkonvertierungen die Option Perzeptiv, so bedeutet dies, dass alle Farben solange verschoben und komprimiert werden, bis die Farben des Quellfarbraumes in den Zielfarbraum passen. Ziel ist es, das Farbverhältnis bestmöglich zu erhalten.
Die typografische Maßeinheit Petit entspricht acht Punkt.
Mit flexiblem Trägermaterial eignen sie sich ausgezeichnet für den Einsatz in einer Rotationspresse, so dass solche Platten vielerorts die Stereotypen verdrängt haben.
Das Programm Photoshop von Adobe Systems Inc. gilt als die führende Software zur digitalen Bildbearbeitung im Desktop-Publishing-Umfeld. Es ist für Macintosh-Rechner und für Windows-PCs erhältlich.
Die Plasmatechnologie wird vom BMBF1 als Schlüssel- oder Querschnittstechnologie bezeichnet, da diese durch ein „hohes Potenzial für Innovationen, Wertschöpfungen, Nachhaltigkeit und Wachstum, ihre technologische Breitenwirkung und Umweltverträglichkeit bestimmt ist.
Querschnittstechnologien charakterisieren sich dadurch, dass deren Anwendung sich nicht auf eine bestimmte Industrie beschränkt ist, sondern über alle Branchen hinweg Verwendung findet. Ein typischer und weithin bekannter Vertreter einer Querschnittstechnologie ist die Informations- und Kommunikationstechnologie. Bezeichnend für Querschnittstechnologien ist, dass die Anwender erst lernen müssen, wie sich Prozesse und Produkte durch die neue Technologie verändern können. Anfänglich kommt es nur zu inkrementalen Veränderungen, mit wachsender Kenntnis werden neue Produkte und Verfahren geschaffen, die die Vorteile der neuen Technologie nutzen. Plasmatechnologie ist heute in vielen Industrien Stand der Technik, während diese Technologie in der Druckindustrie erst langsam Einzug hält. Dieser Beitrag versucht daher die real existierenden und potentiell zu erwartenden Auswirkungen der Plasmatechnologie auf die Produktionsabläufe einer Druckerei zu betrachten.
Plasma – der vierte Aggregatszustand der Materie Das Wort Plasma (πλασμα) kommt aus dem Griechischen und heisst übersetzt Gebildetes oder Geformtes. Irving Langmuir, Nobelpreisträger der Chemie 1932, nutzte diesen Begriff für die von ihm untersuchten Gase. Er regte Quecksilberdampf, Wasserstoff oder Edelgase unter verringertem Druck mit so genannten Primärelektronen zum Leuchten an. Sekundäre Elektronen werden dabei aus der Elektronenhülle der Gasatome oder – moleküle herausgerissen.
Obwohl Physiker und Chemiker erst seit relativer kurzer Zeit von Plasma sprechen, spielen Plasmaphänomene schon seit Urzeiten im Leben der Menschen eine Rolle. Blitze lieferten Feuer und Nordlichter liessen unsere Vorfahren an höhere Wesen denken. Beide Natureffekte beruhen auf plasmatischen Entladungen. Auch im heutigen täglichen Leben kommen viele Menschen, bewusst oder unbewusst, mit Plasmen in Berührung. Ein elektrischer Kurzschluss mit Funkenbildung beruht auf einer elektrischen Entladung in der Luft. Der Funken springt über und besteht aus einem Plasma in der Luft. Blitze eines Gewitters sind sicher die ältesten bekannten Plasmaentladungen. Gasentladungslampen beleuchten nachts unsere Strassen. Die Leuchtkraft entsteht aus den Plasmen der Edelgase Argon und Neon. Die Funktion von UV – Trocknerröhren beruht auf einem Plasma aus Quecksilber.
Innerhalb der Naturwissenschaften lassen sich Erde, Wasser und Luft mit den drei Aggregatszuständen fest, flüssig und gasförmig vergleichen und das Feuer mit dem vierten Aggregatszustand dem Plasma. Das verständlichste Beispiel für die verschiedenen Aggregatszustände liefert das Wasser. In der Form von Eis ist es ein fester Körper. Führt man ihm Wärme, also Energie zu, wird es flüssig und schliesslich gasförmig. Wird ihm noch mehr Energie zugeführt, entsteht ein Plasma, ein Zustand in dem sich die äusseren Elektronen von den Gasatomen oder – molekülen lösen. In diesem Plasma bewegen sich nun neutrale Teilchen, Ionen – Atome oder Moleküle denen ein oder mehrere Elektronen fehlen.
Das Plasma unterscheidet sich deutlich von den anderen Aggregatszuständen. Es ist ein vollständiges oder zum Teil ionisiertes Medium und weist als elektrisch leitendes Medium eine Reihe von Besonderheiten auf. Ionen und Neutralteilchen weisen im Plasma eine Temperatur von bis zu einigen 100 Grad Celsius auf, während die Energie der Elektronen einer Temperatur von einigen 10.000 Grad Celsius entspricht. Die Elektronen stellen daher hochreaktive Werkzeuge dar, die einen schonenden Einsatz ohne hohen Energieaufwand erlauben.
Anwendung von Plasmatechnologien in der Druckindustrie
In der Druckindustrie kommt die Plasmatechnologie in erster Linie in der Modifikation von Oberflächen zu tragen. Die gezielte Veränderung von Oberflächen erlaubt die Veränderung von Gebrauchseigenschaften, ohne dass der eigentliche Grundstoff geändert werden muss. Kunststoffe mit einer niedrigen Oberflächenspannung lassen sich nach einer Oberflächenmodifikation bedrucken, UV – lackierte Oberflächen verkleben. All dies wäre ohne die Plasmatechnik nicht denkbar.
Corona – die klassische Technologie zur Oberflächenbehandlung
Die Corona – Vorbehandlung ist das in der Druckindustrie bekannteste Verfahren zur Vorbehandlung und gehört zu den Plasmaverfahren. Immer häufiger werden in der Druckindustrie zum Beispiel Polyethylen oder Polypropylen als Bedruckstoff eingesetzt. Diese Bedruckstoffe weisen eine Oberflächenenergie von 30-35 mN/m auf, so dass sie nicht ohne weiteres bedruck- oder weiterverarbeitbar sind.
Bedruckstoffe mit niedriger Oberflächenenergie werden daher mit einer Corona – Anlage entweder beim Folienhersteller oder bei einigen Druckmaschinenherstellern in der Druckmaschine selbst, vorbehandelt. Ziel der Behandlung ist es die Oberflächenenergie so zu erhöhen, dass Druckfarbe oder Klebstoff eine gute Haftung auf dem Substrat erzielt.
Folienvorbehandlung
Die ersten Ansätze Niederdruckplasmatechnologie in der Druckindustrie einzusetzen finden sich naturgemäss in der Vorbehandlung von Folienbedruckstoffen in Druckmaschinen. Lösungen im Anlagebereich oder als separates Vorbehandlungswerk in Bogendruckmaschinen sind unter anderem in der Patentliteratur zu finden.7 Dennoch ist die Plasmabehandlung nur Substitute für bekannte Lösungen, auch wenn die Vorteile der Plasmatechnologie auch für diesen Anwendungsbereich deutlich sind. Steinemann bietet neben Lackiermaschinen auch Maschinen für die Offline-Vorbehandlung von Bedruckstoffen (Bogen) mit Corona- oder Plasmavorbehandlung (vollflächig) an.
Lackierprozesse
Einen deutlichen Impact auf Kosten und Durchlaufzeiten hat die Niederdruckplasmabehandlung bei Lackierprozessen. Die Rüstzeiten der Offsetdruckwerke wurden in den letzten Jahren immer weiter reduziert. Highlights setzten die Firmen manroland mit der DirectDrive Technologie oder KBA mit der KBA Drivetronic. Diese Maschinen ermöglichen einen kompletten Plattenwechsel innerhalb von 6-8 Minuten bei einer 6 Farbenmaschine.
Stiefkind, auch wenn in diesem Bereich in den letzten Jahren deutliche Leistungssteigerungen erzielt wurden, sind die Lackwerke geblieben.
Der Faltschachteldruck erforderte bisher das Aussparen von Klebelaschen um innerhalb der Faltschachtelklebemaschine diese mit einem handelsüblichen Kaltleim verkleben zu können. Dies erfordert einerseits Vorbereitungszeit der Lackplatte (gestripptes Gummituch, Polymerplatte) und die Rüstzeiten innerhalb der Druckmaschine, die bis zu 20 Minuten betragen können.
Ein Verzicht auf die ausgesparte Lackierung bringt daher einen deutlichen Rationalisierungvorsprung und Kostensenkung. Dies würde aber bedingen, dass Faltschachteln auch ohne Aussparung mit handelsüblichem Kaltleim verklebt werden. Bobst hat mit der Openair® Plasmatechnologie gezeigt, dass dies möglich ist. Innerhalb der Faltschachtelklebemaschine werden atmosphärische Plasmadüsen der Firma Plasmatreat installiert mit denen die Klebstellen der Faltschachtel behandelt werden. Durch diese Behandlung ist die Verklebung mit kostengünstigem Kaltleim möglich, wie erfolgreich auf den Bobst Competence Days auf Kunststoffmaterial und UV – lackierten Faltschachteln live demonstriert wurde.
Das erste Ziel die Kosten der Lackierung zu senken, wird durch diesen Ansatz erzielt. Die Kosten für gestrippte Lacktücher und die damit verbundenen Rüstkosten in der Maschine können entfallen.
Auszug aus Plasmatechnologie – Schlüssel zu neuen Prozessen in der Druckindustrie
von Thomas Walther, Steinemann Technology AG
Das Programm QuarkXpress gilt als die führende Software für DTP im professionellen Einsatz.
Für den vierfarbigen Kleinauflagendruck im Format bis zu 34 x 46 Zentimeter bestimmt. Die Maschine arbeitet nach dem Direct Imaging-Verfahren, bei dem die Druckform in der Maschine hergestellt beziehungsweise die Druckplatte in der Maschine bebildert wird. Die maximale Druckgeschwindigkeit beträgt 10.000 Bogen pro Stunde. Der Vorrat an Plattenmaterial in der Maschine reicht für 35 aufeinander folgende Druckaufträge. Mit einer Druckauflösung von 1.270 dpi (Punkte pro Zoll) kann die Maschine 80er Raster verarbeiten.
Im 16. Jahrhundert entstanden, ist die Radierung eine Weiterentwicklung des Kupferstichs. Man beschichtet bei diesem Verfahren eine Metallplatte (in der Regel Kupfer) mit einem säurefesten Lack und legt mit einer so genannten Radiernadel die gewünschten Bereiche des Untergrunds in Form von Linien, Schraffuren etc. frei, die später im Druckbild farbig erscheinen sollen. Dann behandelt man die Platte mit Säure, wobei das Metall an den freigelegten Stellen angeätzt wird. Nachdem der noch vorhandene Lack entfernt wurde, kann die Platte als Tiefdruckform dienen.
Dünnes Stahllineal beim Tiefdruck, das nach dem Einfärben der Druck- oder Farbwalze überschüssige Farbe abstreift. Beim Siebdruck verwendet man eine Rakel mit einer Gummi- oder Kunststoffkante zum Verteilen der Farbe auf dem Sieb.
Standardfarben gemäß einer Reihe von Farbsammlungen für die Industrie, die das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung herausgibt. Insgesamt gibt es über 2.000 RAL-Farben. 1.688 Farbtöne enthält das RAL Design System, ein den ganzen Farbraum umfassendes Farbsystem. Darüber hinaus sind sämtliche RAL-Farben aus dem RAL Design System und der klassischen Farbsammlung RAL 840-HR auch digital definiert und für gängige Grafikprogramme unter Windows und Macintosh verfügbar, und zwar für mehr als 20 Ausgabevarianten, das heißt für verschiedene Bildschirme und Drucker.
In der Reproduktion von Bildern versteht man unter einem Raster eine Fläche mit kleinen, regelmäßig oder zufällig angeordneten geometrischen Formen (zum Beispiel runde, quadratische oder anders geformte Punkte, Linien). Mit seiner Hilfe setzt man Halbtonbilder in eine für das Drucken erforderliche reine Schwarzweiß- beziehungsweise vollfarbige Darstellung um, indem man entweder die Größe oder die Häufigkeit der Elemente gemäß der Bildhelligkeit variieren lässt.
Zusätzlich zur Layout- und Farbinformation dient ein Raster-Proof dazu, die Rasterstrukturen eines Drucks vorab zu kontrollieren. So lassen sich in diesem Bereich auftretende Fehler wie Moiré und Rosetteneffekte rechtzeitig erkennen. Da die Druckdaten vor der Rasterung der Bilder im Raster Image Processor (RIP) noch keine Rasterinformationen enthalten, muss vor der Anfertigung eines Raster-Proofs eine Rasterung erfolgen.
Ein Dot ist das kleinste Rasterelement eines Bildes. Mehrere Dots ergeben zusammengefasst jeweils ein Pixel (, zum Beispiel bedeutet die Angabe acht Bit Farbtiefe, dass drei Schichten von jeweils 256 Dots übereinander liegen.
Software, mit der Fontdaten für eine konkrete Darstellung als Rastergrafik berechnet werden. Dieser Schritt ist notwendig, bevor Fonts am Bildschirm angezeigt oder ausgedruckt werden können. Eine Rastergrafik setzt sich im Gegensatz zu Vektorgrafiken aus vielen Bildpunkten zusammen, die in einem festen Raster angeordnet sind.
Kontrollfeld auf dem Ugra/FOGRA-Digital-Plattenkeil. Um die Druckkennlinie einer Druckmaschine zu ermitteln, wird ein Rasterkeil benötigt. Dieser weist abgestufte Flächendeckungen (neun Felder), meist in Zehn-Prozent-Schritten von null bis hundert Prozent (Volltonfeld) Flächendeckung zur densitometrischen Kontrolle des Tonwerts bzw. seiner Zunahme im Druck auf.
Geometrische Modellierung (Computersimulierung), die zum optischen Vergleich der verschiedenen Rastersysteme dient. Die Hersteller von CTP-Belichtern können mit diesem Verfahren neue optimierte Rastersysteme entwickeln.
Kopiervorlage für den Offsetdruck, in der Regel ein seitenverkehrtes Strich- oder Rasterpositiv. Entsprechend ihrer Zeichnung teilweise lichtdurchlässige negative oder positive Bild- und Schriftvorlagen, die zum Umkopieren oder zur Informationsübertragung auf die Druckform dienen.
Einzelnes Element eines Bildes, ein komplexes mathematisches Gebilde, welches heute durch Rechnerleistung erzeugt wird. Fläche definierter maximaler Ausdehnung (gemessen in Linien pro Zentimeter oder adäquate Masse). Je differenzierter (kleine Spotgröße) die Schwärzung erzeugt wird, desto fein abgestufter sind die Grauwerte, die im Falle der Verwendung von Druckfarben, Farbtonern oder sonstigen Farbchemikalien zu einem Farbwert werden.
Ein Merkmal eines Rasters ist die Art und Weise, wie seine einzelnen Rasterpunkte innerhalb einer bestimmten Fläche verteilt sind. Man unterscheidet hierbei amplitudenmodulierte und frequenzmodulierte Raster.
Anzahl der Rasterpunkte, die auf eine Längeneinheit fallen. Gängige Angaben sind L/cm (Linien pro Zentimeter) und lpi (lines per inch).
Bei regelmäßigen Rastern gibt der Rasterwinkel die Richtung der Rasterung von der Senkrechten aus gemessen an. Für einfarbige Darstellungen ist die Diagonalstellung des Rasters (45 oder 135 Grad) üblich. Bei mehrfarbigem Druck sollte man für die verschiedenen Farben unterschiedliche Rasterwinkel verwenden, um Überlagerungseffekte (Moiré) zu vermeiden. Nach der Norm DIN 16547 verwendet man für die vier Farben Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz die Winkel 0, 15, 75 und 45 Grad.
Zusammenfassung von RELs (Recorder-Elementen) zu einem optischen Bildpunkt/Rasterpunkt; das physikalische Maß der Rasterzelle bleibt konstant, die Füllung der Zelle mit einem REL- oder Pixel-Muster entsprechend dem darzustellenden Farb- und/oder Grauwert wird per Programm festgelegt und ist ein wesentliches Qualitätskriterium.
Gestaltung von Text, bei der die Zeilen nicht durch entsprechende Vergrößerung der Wortabstände eine einheitliche Länge haben, der verfügbare Platz jedoch durch Worttrennungen bestmöglich ausgenutzt wird. Das Variieren der Zeilenlängen als bewusstes gestalterisches Mittel nennt man im Gegensatz dazu Flattersatz.
Zu hundert Prozent aus Altpapier hergestelltes Papier. Altpapierfasern oder Sekundärfasern sind auf diese Weise etwa drei- bis fünfmal wieder verwendbar. Soll das Recycling-Papier rein weiß sein, so muss man durch so genanntes De-Inking mit Chemikalien die Druckfarben aus dem früheren Einsatz des Altpapiers entfernen und das Fasermaterial zusätzlich einem Bleichprozess unterziehen.
Wenn man Druckvorlagen in Form von Filmmaterial mit Hilfe von Scannern und Software wieder in digitale Daten verwandelt, spricht man von Redigitalisierung. Die Daten lassen sich in gängigen Dateiformaten speichern und können mit den entsprechenden Anwendungsprogrammen auch wieder bearbeitet werden. Auf diese Weise kann eine Druckerei beziehungsweise ein Prepress-Betrieb die eingescannten Filme im digitalen Workflow einsetzen.
Systeme zur Identifikation von Gegenständen (Industrieprodukte, Tiere etc.) zumeist im Umfeld von Produktion, Transport und Lagerung, die zur Datenübertragung mit Radiosignalen arbeiten. Anstelle von Streifencodes und optischen Abtastvorrichtungen arbeiten RFID-Anlagen mit so genannten Transpondern als Marken an den zu überwachenden Gegenständen. Als wesentliche Vorteile dieser Technik gegenüber Streifencode-Verfahren gelten die größeren Datenmengen, die sich in Transpondern unterbringen lassen, die sichere Verbindung zwischen Transponder und Abfragegerät ohne Sichtkontakt und die schnellere Datenabfrage sowie die in der Regel gegebene Veränderbarkeit der Daten.
Gängiges additives Farbmodell mit den Primärfarben Rot, Grün und Blau, mit dem selbst leuchtende Ausgabegeräte wie Bildschirme, aber auch elektronische Aufnahmegeräte wie Scanner und Videokameras arbeiten.
Bestimmte, eingepackte Menge von Papierbogen. Früher umfasste ein Ries 480 oder 500 Bogen, heute als Neuries 1000 Bogen. Weitere Maßeinheiten für Papierbogen sind Buch (100 Bogen), Heft (10 Bogen) und Ballen (10.000 Bogen). Das Wort Ries stammt aus dem Arabischen (rizma - Paket) - eine Erinnerung daran, woher die Papiermacherkunst nach Europa kam.
Mit ihm werden Daten aus der Druckvorstufe für die Herstellung von Druckplatten aufbereitet. Die wichtigste Funktion dabei ist die Erzeugung der Raster für den Druck von Bildern und anderen grafischen Elementen. Ein RIP ist in der Regel ein eigener Computer, kann aber auch als Software vorliegen.
Datenformat für Texte, das neben dem eigentlichen Text Angaben zu Schriftart und -größe sowie Formatierung enthält. RTF wurde von Microsoft als Software unabhängiges Format für formatierte Texte spezifiziert.
Gilt als Erfinder des Offset-Druckverfahrens. Durch Zufall entdeckte Rubel, Betreiber einer kleinen Druckerei im US-Bundesstaat New Jersey, im Jahr 1903, dass er mit indirektem Drucken mit Hilfe eines Gummizylinders bessere Ergebnisse erzielen konnte als durch direktes Drucken. Er hatte den Gegendruckzylinder einer Druckmaschine mit einem Gummituch überzogen, und während eines Drucklaufs waren mehrmals Papierbogen versehentlich nicht angelegt worden. Dadurch gelangte der Abdruck von der Druckform auf das Gummituch und von dort jeweils auf die Rückseite des nächsten Bogens.
Gibt an, wie viel Kraft es kostet, durch senkrechten Zug Partikel von der Papieroberfläche abzulösen. Beim Offsetdruck spielt Rupffestigkeit eine wichtige Rolle.
Dient als Gerät zur Drahtheftung von Druckerzeugnissen dazu, aus fertig gedruckten und gefalzten Bogen Hefte - Zeitschriften, Broschüren etc. - herzustellen. Druckbogen und Umschlag werden in der gewünschten Reihenfolge ineinander gelegt, ausgerichtet und mit Drahtklammern geheftet. Als letzter Arbeitsgang wird das Heft auf drei Seiten beschnitten. Dies trennt die Bogenfalze auf, die nicht auf der Seite des Heftrückens liegen, und das Heft erhält seine endgültige Form.
Nach diesem Prinzip arbeitet eine Offsetdruckmaschine, bei der um einen zentralen Gegendruckzylinder herum mehrere vollständige Druckwerke mit Plattenzylinder, Gummizylinder, Farbwerk und Feuchtwerk angeordnet sind. Dadurch werden alle Farben in einem Vorgang nass-in-nass gedruckt.
Eine Nachbehandlung des Papiers nach der Herstellung ist das Satinieren in einem Kalander - auch Kalandrieren genannt. Dabei läuft das Papier über mehrere Walzenpaare, die durch Walzen verschiedener Härte und Materialien gebildet werden. Der dadurch bewirkte "Bügeleffekt" verleiht der Papieroberfläche mehr Glätte und Glanz.
Festlegung einer Nutzfläche auf dem ausgewählten Seitenformat, die mit dem Satz, das heißt Texten und Bildern etc., gefüllt werden soll. Der Satzspiegel wird begrenzt durch die Satzspiegelränder, also die Stege außerhalb der bedruckten Fläche. Der Papierrand soll in einem ästhetischen Verhältnis zur Nutzfläche stehen.
Definition für die Reinheit einer Farbe. Die Sättigung gibt an, wie farbig die Farbe erscheint. Schwarz, Weiß und Grau haben keine Sättigung und für reine Farben ist die Sättigung maximal. Die Sättigung einer Farbe beeinflusst ihre Intensität. Je höher, desto intensiver ist die Farbe. Farben mit niedriger Sättigung sehen ausgeblichen aus.
Stark kalandrierte, also in der Oberfläche geglättete und in der Dicke reduzierte Papiere.
Als Gerät zur Erfassung von Bilddaten arbeitet der Scanner durch optische Abtastung der zu erfassenden Vorlage. Lichtempfindliche Sensoren wandeln die Helligkeits- und Farbinformationen in elektrische Werte um. Die beiden wichtigsten Scanner-Bauformen sind Trommel- und Flachbettscanner.
Schattenhaftes Wiederholen von Teilen eines Druckbildes auf nachfolgenden, mit der betreffenden Farbe bedruckten Flächen eines Druckerzeugnisses. Dabei kann die Färbung stärker oder schwächer sein. Der unerwünschte Effekt kommt dadurch zustande, dass sich die Druckfarbe im Farbwerk von einem Druckvorgang bis zum nächsten nicht wieder ausreichend gleichmäßig verteilt.
Schriftgrade, die für Überschriften verwendet werden, ab circa 16 Punkt.
Bogendruckmaschine, die den Druckbogen in einem Bogendurchlauf beidseitig (Schön- und Widerdruckseite) bedruckt.
Papierseite, die sich bei der Herstellung auf der vom Sieb abgewandten Seite befindet. Besonders bei weniger hochwertigem Papier ist diese Seite qualitativ besser als die dem Sieb zugewandte Siebseite. Dort ist ein leichter Abdruck des Metallgewebes zu sehen, und durch das in dieser Richtung abfließende Wasser ist die Menge an Füllstoffen geringer.
Angabe, ob Papierbogen mit der schmalen oder breiten Seite dem Verlauf der in der Papiermaschine produzierten Bahn entsprechen. Im Schriftverkehr unterstreicht man oftmals die Maßangabe von Bogen, die der Rollenbreite entspricht. Der Faserlauf geht demnach parallel zu der nicht unterstrichenen Seite.
Schnittmarke auf dem Druckbogen für das Nettoformat einer Seite.
Weiße oder farbige, holzfreie oder holzhaltige, aber auch mit Altpapier gefertigte Papiere mit Oberflächenleimung.
Einfachstes Papier, das ausschließlich aus unsortiertem Altpapier hergestellt wird. Es ist meist grau, manchmal bräunlich eingefärbt und hat ein Flächengewicht von 80 Gramm pro Quadratmeter und mehr. Schrenzpapier dient vorwiegend als Ausgangsmaterial für Wellpappe.
Alle Variationen - Schnitte wie fett, mager, kursiv und so weiter - einer bestimmten Schrift.
Maß für die vertikale Ausdehnung eines Buchstabens, gemessen in Punkten oder in Millimetern.
Zusammenstellen von Schriftzeichen zu formatiertem Text als Material für die Herstellung von Druckvorlagen. Bis zur Erfindung von Setzmaschinen erfolgte der Schriftsatz von Hand mit einzelnen Typen. Die erste Umwälzung im Schriftsatz brachte die 1882 von Ottmar Mergenthaler patentierte Zeilensetzmaschine Linotype. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte der Schriftsatz zunehmend als Lichtsatz. Heute hat sich der Satzvorgang zusammen mit dem Seitenumbruch weitgehend als Desktop Publishing in den Computer selbst verlagert.
Eine von mehreren Versionen einer Schriftart. Verschiedene Schriftschnitte unterscheiden sich durch ihre Strichstärke, Laufweite oder Neigung, manchmal auch durch andere Merkmale voneinander - etwa mager, halbfett, fett, schmalfett, kursiv etc.
Beschreibung, wie die Farbe Schwarz innerhalb eines Satzes für den Vierfarbendruck eingesetzt wird. Theoretisch wird Schwarz im CMYK-Farbsystem nicht benötigt, um die verschiedenen Farbtöne eines Bildes darzustellen. In der Praxis setzt man es zum Beispiel ein, um den Kontrast und die Detailzeichnung in dunklen Bereichen zu verbessern. Dient die Farbe nur zu diesem Zweck, für den nur wenig davon erforderlich ist, dann spricht man von kurzem Schwarz oder auch Skelettschwarz.
Papiersorten bis zu einem Flächengewicht von 30 Gramm pro Quadratmeter.
Das Platzieren von fertigen Seiten auf dem Standbogen. Für dieses Vorgehen werden Ausschießprogramme eingesetzt.
Die Schrift auf der Schichtseite des Films verhält sich in diesem Fall spiegelverkehrt.
Aus den Grundfarben eines Farbsystems durch Mischung erzeugte Farbtöne. Mischfarben erster Ordnung bestehen aus zwei Grundfarben mit jeweils gleichen Anteilen. Alle anderen Mischungen ergeben Sekundärfarben höherer Ordnung.
Aus Altpapier gewonnene Rohstoffe für die Papierherstellung. Es kann sich um Zellstofffasern oder Holzstofffasern in reiner Form oder in Mischung handeln.
Individuelle Herstellung gebundener Druckerzeugnisse aus einer Auswahl von Komponenten. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Kataloge in mehreren Versionen herstellen, deren Inhalt auf die Wünsche verschiedener Kundengruppen abgestimmt ist. Mit Selective Binding ist es etwa auch möglich, unterschiedliche Anzeigenmotive für verschiedene Teilauflagen von Zeitschriften vorzusehen.
Erfinder der Lithographie und des Steindrucks. Er entdeckte 1796, dass geschliffener Solnhofer Kalkstein, mit fettigem Material beschrieben und anschließend mit saurer Gummiarabicum-Lösung angeätzt, nur an den beschriebenen Stellen Druckfarbe annimmt. 1818 veröffentlichte Senefelder (geboren 6. November 1771 Prag, gestorben 26. Februar 1834 München) sein "Vollständiges Lehrbuch der Steindruckerei", in dem er auch die Vorgeschichte seiner Erfindung schildert.
Zerlegen der Farbinformation eines Bildes in Farbauszügen für die vier Durchgänge des Vierfarbdrucks, im Prinzip nach dem CMYK-Farbmodell. Als Farbseparation wird die Umrechnung von RGB-Farben (Rot, Grün, Blau) nach CMYK-Farben (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) bezeichnet.
Basis/Mechanismus einer Farbraumtransformation, welche auf bestimmten, genau festgelegten mathematischen Schritten basiert.
Kleiner Endstrich am Ende Buchstaben. Dieses Gestaltungsmerkmal ist typisch für die so genannten Antiqua-Schriften, die sich auf das antike Rom zurückführen lassen. Serifen kommen dem Wahrnehmungsmechanismus des menschlichen Auges entgegen und fördern dadurch die Lesbarkeit von Schriften.
Grundsätzlich eine auffallende Betonung der Serifen. Die Bezeichnung "Egyptienne" ist die ursprüngliche Bezeichnung der Schriftgruppe V (Serifenbetonte Linear-Antiqua). Diese Bezeichnung rührt von einer allgemeinen Ägypten-Begeisterung in dieser Zeit und sagt nichts über die optische Erscheinung dieser Schriften aus.
Druckschriften ohne Serifen. Aus der Antiqua entstandene Schriften, oft mit linearem Strich.
Die 1948 gegründete TAGA ist eine internationale technische Vereinigung von Fachleuten aus der Printmedien-Industrie. Ihre zurzeit rund 900 Mitglieder sind Wissenschaftler und Ingenieure bei Verlagen, Druckereien und anderen grafischen Betrieben sowie einschlägigen Lieferanten.
Rolle, auf der die Papierbahn am Ende ihres Laufes durch die Papiermaschine aufgewickelt wird.
Klebeetiketten, die Manipulationen erkennen lassen. Eine einfache Form solcher Etiketten sind die bekannten Preisschilder in Lebensmittelgeschäften, die aus Einzelteilen zusammengesetzt sind und sich nicht in einem Stück von der Unterlage lösen lassen.
Indirektes Tiefdruckverfahren, bei dem als Zwischenmedium ein flexibler (oft halbkugelförmiger) Tampon aus Siliconkautschuk die Druckfarbe von der Platte auf die zu bedruckende Fläche überträgt. Mit dieser Methode lassen sich irregulär geformte Gegenstände in großer Vielfalt bedrucken.
Ausbeulen von Papierbogen in ihrer Mitte. Bei Bogenstapeln liegt der Grund dafür in der zu niedrigen Feuchtigkeit der Umgebungsluft, die das Papier am Rand austrocknen und schrumpfen lässt.
Farbton, der beim Druck aus drei Grundfarben erzeugt und wiedergegeben wird, zum Beispiel Braun, Oliv, Ocker etc.
"Tech" ausgesprochen, da es sich um die griechischen Buchstaben Tau, Epsilon und Chi handelt, ist ein Satzprogramm, das der US-amerikanische Computerwissenschaftler Donald E. Knuth Ende der siebziger Jahre speziell für naturwissenschaftliche Texte entwickelte. Anders als heute übliche Layout-Software arbeitet TeX nicht mit einer grafischen Bedienung, sondern verarbeitet mit Formatierungsanweisungen versehene Texte.
Verändern ihre Farbe analog zu Temperaturveränderungen. Je nach Art der Farbe kann sich dabei der Farbton ändern, oder die Färbung verschwindet ganz. Manche thermochromischen Druckfarben reagieren bereits bei kurzer Berührung auf Körperwärme. Auf diese Weise lassen sich Dokumente in leicht überprüfbarer Form gegen Fälschung schützen. Farben, die bei geeigneten Temperaturen umschlagen, setzt man als Temperaturanzeige für Getränke und Medikamente oder auch zur Überwachung von Heiz- oder Kühlaggregaten ein.
Zähflüssige Stoffe, die durch mechanische Einwirkung (Rühren) dünnflüssiger werden und im Ruhezustand wieder zu ihrer ursprünglichen, höheren Viskosität zurückkehren. Im Offsetdruck unterstützt Thixotropie von Druckfarben die Qualität von Mehrfarbendruck. Die im Farbwerk dünnflüssigeren Farben verfestigen sich auf dem Bedruckstoff schon vor der Trocknung etwas, so dass weitere Druckvorgänge besser ausfallen.
Dieses Verfahren verwenden Rotationsdruckmaschinen hoher Leistung. Die druckenden Elemente liegen hier in Form von Näpfchen in der Oberfläche des Tiefdruckformzylinders vor. Das Druckbild wird in aller Regel durch elektromechanische Gravur mit einem Diamantstichel auf den Zylinder übertragen. Beim Druckvorgang wird der Druckzylinder vollkommen eingefärbt. Dann streift ein Rakelmesser die überschüssige Farbe von der Oberfläche ab, und die Farbe verbleibt nur noch in den Vertiefungen. Dann presst eine gummierte Walze die Papierbahn gegen den Druckzylinder, und die in den Näpfchen zurückgebliebene Farbe wird an das Papier abgegeben.
Oft verwendetes Dateiformat für Bilder, das 1986 von einem Gremium der Computerindustrie definiert wurde. Es handelt sich um ein so genanntes Rasterformat, das für jeden Bildpunkt Information über seine Helligkeit und seinen Farbton enthält. Das TIFF-Format unterstützt verschiedene Farbigkeiten von Schwarzweiß bis zur vollen Farbe in RGB-Darstellungen. TIFF-Dateien können nach verschiedenen Verfahren komprimiert sein.
Die vor dem eigentlichen Text liegenden Seiten eines Buches. Dies kann Schmutztitel, Haupttitelseite, Impressum, eine Widmung sowie ein Inhaltsverzeichnis und ein Vorwort sowie unbedruckte so genannte Vakatseiten umfassen.
Begriff aus der Fotografie und der Drucktechnik. Er bezeichnet allgemein den Anteil einer Oberfläche, der bedeckt ist; die optisch wirksame Flächendeckung.
Bereich, bis zu welcher prozentualen Flächendeckung die Lichtpunkte wegbelichtet wurden beziehungsweise gerade noch vorhanden sind. Durch Mitbelichtung entsprechender Testkeile lässt sich der Abrisspunkt exakt kontrollieren.
Bei einem Tonwertverlauf von weiß nach schwarz tritt bei einem bestimmten Grauwert die Situation ein, dass sich zwei nebeneinander liegende Rasterpunkte gerade berühren. Diese Situation wird Punktschluss genannt. Genau an dieser Stelle nimmt der Druckpunktzuwachs wegen der sich bildenden Farbbrücken zwischen den Rasterpunkten einen größeren Wert an. Dies führt dazu, dass eine sichtbare Abstufung zum sonst gleichmäßigen Grauwertverlauf auftritt. Der Verlauf weist einen so genannten Tonwertsprung auf.
Kontrastumfang bei Halbtonbildern vom hellsten bis zum dunkelsten dargestellten Tonwert.
Bezeichnet den Effekt, dass Rastertonwerte von digitalen Bilddateien im Druck höhere (dunklere) Farbwerte ergeben können, das Druckbild also ungewollt dunkler wird als gewünscht.
Überfüllung oder Unterfüllung.
Bautyp eines Scanners. Die Vorlage wird auf einer gleichmäßig rotierenden Trommel fixiert und punktförmig be- oder durchleuchtet. Dabei bewegt sich parallel zur Rotationsachse eine Abtasteinheit. Sie leitet das Licht der Vorlage über eine Optik und über Farbfilter zu den Photomultipliern weiter. Da Photomultiplier nur analoge Signale ausgeben, wird noch eine Elektronik zu Digitalisierung benötigt.
Terminologie, die Technologien zur Darstellung von Schriftarten auf Monitoren und anderen Ausgabegeräten beschreibt. Der von Apple entwickelt Type 1 ist eine größenunabhängige mathematische Definition für die Form von Schriftzeichen als Kurven basierend auf den kubischen Bezier-Polynomialen. Ein Rasterizer genanntes Programm erzeugt die Schriftzeichen in der gewünschten Größe und passend zur Auflösung des Ausgabegeräts als Rasterbilder. Als Teil des Postscript Systems zur Definition der grafischen Form von Dokumenten ist diese Technik daher im Prepress vorherrschend. TrueType ist ein ähnliches Verfahren, das in Macintosh-Rechnern sowie im Betriebssystem Windows eingesetzt wird. Diese Technik verwendet einfachere quadratische B-Spline-Kurven zur Definition der Schriftzeichen. Aufgrund mehrerer Versuche, Type 1 und TrueType zusammenzuführen, unterstützt die Version 3 des Postscript Systems nun auch die TrueType Technologie.
Lehre von der Gestaltung und dem Einsatz der Schrift. Ihr Ziel ist es, Text bestmöglich lesbar sowie optisch ansprechend zu machen - durch Auswahl von Schriftarten, -größen und -attributen, aber auch durch die Seitengestaltung. Für Schrift auf Papier sind die Regeln der Typografie so ausgereift, dass kaum noch Verbesserungen möglich erscheinen. Für andere Medien - zum Beispiel den Bildschirm - ist dies noch nicht der Fall.
Das typografische Maßsystem wurde 1737 von dem Pariser Schriftengießer Pierre Simon Fournier entwickelt. Die Grundeinheit ist der typografische Punkt (abgekürzt p), mit 1 Meter = 2660 Punkt oder 1 Punkt = 0,3759 Millimeter. Mit der Neuregelung des Messwesens wurde das typografische Maßsystem in Deutschland Ende 1977 offiziell abgeschafft. In der Praxis wird es aber noch weithin verwendet, wobei man die Einheiten auf 5/100 Millimeter rundet.
Eine Farbfläche läuft hinter einer anderen Fläche/Objekt weiter (vergleiche Aussparen).
Der Begriff Trapping hat sich seit geraumer Zeit in der Printmedien-Industrie etabliert. Wenn man von Trapping spricht, meint man damit das Über- beziehungsweise Unterfüllen benachbarter Farbflächen.
Verfahren zur Reduzierung der Anteile des Farbauftrags von Magenta, Gelb und Cyan an dunklen und neutralen Bildstellen, indem Schwarz die CMY-Farbmengen ersetzt. Bei UCR wird bis zu einem Maximalwert mit den Buntfarben gearbeitet, ab einem bestimmten Wert kommt zur Steigerung der dunklen Bildbereiche nur noch Schwarz hinzu, um den maximal möglichen Farbauftrag nicht zu überschreiten (vergleiche Schwarzaufbau).
Nach erfolgtem Schöndruck kann dieselbe Druckform auf die Rückseite gedruckt werden, sodass man zwei Drucknutzen bekommt. Nach dem Umschlagen kommt der seitliche Anlagepunkt auf die andere Seite, während die vorderen Anlagepunkte sich gegeneinander austauschen. Der Drucker hat lediglich nach dem Umschlagen die Seitenmarke (Ziehmarke) in der Maschine zu wechseln, während die Vordermarken erhalten bleiben.
Im Gegensatz zum Umschlagen erfolgt beim Umstülpen eine Änderung der Vorderanlage. Hier wird die zweite Längskante des Bogens an die Vordermarken der Druckmaschine angelegt. Man erhält praktisch zwei Anlagewinkel.
Verfahren zur Farbmischung bei der Herstellung von Farbsätzen für den Vierfarbendruck, bei dem man sämtliche (gleichen) Anteile der drei Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb des CMYK-Farbsystems, die im Idealfall zusammen einen Grauwert ergeben, durch entsprechende Anteile der Farbe Schwarz ersetzt. Dadurch verringert sich der Farbeinsatz deutlich, und neben Kosteneinsparungen wird auch der Druckprozess leichter beherrschbar.
Im Druck können dunkle Bereiche flach wirken, wenn die Schatten überwiegend mit der Druckfarbe Schwarz erzeugt werden. Hier verwendet man bei der Farbseparation von RGB- in CMYK-Daten die Unterfarbenzugabe (UCA), die in den Schatten auch Cyan-, Magenta- und Gelbanteile hinzufügt und entsprechenden Schwarzanteil entfernt. Dabei werden nicht alle Unbuntanteile durch Schwarz ersetzt, sondern ein Teil des Schwarzes wird wieder nach dem Prinzip des Buntaufbaus aufgebaut, also aus den Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb.
Terminus für den unteren Teil eines Buchstabens von der Grundlinie (Schriftlinie) zur p-Linie (Unterlänge). Mit Unterlänge beschreibt man in der Typographie die Ausdehnung der Buchstaben g, q, p, y oder j, welche die Schriftlinie nach unten unterschreiten.
In der Typographie die Verringerung des Abstands zwischen zwei Buchstaben (Versalie und Gemeine) aus ästhetischen Gründen, so dass sich die von ihnen belegten Quadrate überlappen. Typische Buchstabenpaare dafür sind "To" oder "Va".
Druckfarben, die durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht (UV) aushärten. Dazu enthalten diese Farben keine flüchtigen Substanzen, sondern neben Farbpigmenten einzelne Moleküle und kurze Molekülketten, die sich zu Polymeren verketten können, sowie so genannte Fotoinitiatoren. Letztere zerfallen bei Bestrahlung mit UV-Licht und bilden dabei hochreaktive Bruchstücke. Diese Radikale lösen einen Polymerisationsprozess aus, durch den feste, dreidimensionale Netzstrukturen entstehen.
Lacksysteme auf Basis von ungesättigten Polyestern oder Polyacrylaten oder einer Kombination aus beiden, bei denen ultraviolettes Licht den Trocknungsvorgang auslöst. Das energiereiche Licht bricht chemische Bindungen in den Molekülen des Lackmaterials auf. Dadurch verbinden sie sich zu langen, vielfach verzweigten Ketten, so dass sich das Material verfestigt. Der Trocknungsvorgang dauert nur Sekunden, daher lassen sich UV-Lacke schnell verarbeiten.
Bestehen aus Linien und Kurven, so genannten Vektoren, deren jeweilige Ausrichtung und Länge die Bilddarstellung charakterisieren. Vektoren beschreiben Bilder anhand ihrer geometrischen Eigenschaften.
Großbuchstaben des Alphabets. Sie werden auch als Majuskeln (lateinisch major: größer) bezeichnet. Eine Versalienschrift ist demzufolge eine Schrift, die nur Großbuchstaben aufweist.
Basieren auf Wasser und trocknen durch Verdunsten des Wassers relativ schnell, sind geruchsfrei und vergilben nicht. Aufgetragen werden Wasserlacke zumeist mit Lackwerken, in manchen Fällen auch mit dem Farbwerk der Druckmaschine. Die Schichtdicke des Lacks erreicht drei µm. Sein Glanzwert liegt unter dem von UV-Lacken.
Verwendet Druckplatten, bei denen die nicht druckenden Bereiche im Gegensatz zum herkömmlichen Offsetdruck nicht durch Auftragen eines Feuchtmittels auf Wasserbasis farbabweisend gemacht werden müssen, sondern aus Silikon bestehen, das von sich aus die ölige Druckfarbe abstößt. Im Unterschied zum normalen Offsetprozess gilt das Druckverfahren als umweltfreundlicher, weil es ohne Feuchtmittel auskommt. Darüber hinaus lassen sich damit qualitativ bessere Druckergebnisse wie brillantere Farben erzielen und feinere Raster einsetzen.
Zeichnungen im Papier, die durch unterschiedliche Papierstärke hervorgerufen werden. Das echte Wasserzeichen entsteht durch Verdrängung ("Licht"-Wasserzeichen) oder Anreicherung der Fasermasse ("Schatten"-Wasserzeichen) schon in der Siebpartie der Papiermaschine mit Hilfe einer Wasserzeichenwalze (Egoutteur). Halbechte Wasserzeichen (Molette-Wasserzeichen) werden nach dem Verlassen der Siebpartie in das immer noch nasse Papier eingeprägt. Die "unechten" Wasserzeichen entstehen außerhalb der Papiermaschine durch Bedrucken mit farblosem Lack oder durch Prägen.
Eindringen von Binde- und Lösungsmittelanteilen der Druckfarbe in das Papier während der Trocknung. Pigmente und Harzanteile bleiben an der Oberfläche und bilden eine zusammenhängende Farbschicht, die später verhärtet.
Kennzeichnet die Intensität des Weißeindruckes von Papier.
Definiert im Zusammenhang mit der Fotografie und Bildbearbeitung den hellsten neutralen Bereich eines Bildes und wird zur Einstellung der anderen Bildbereiche genutzt (Referenzpunkt). Dies bedeutet, dass dieses als hellster Punkt eines Bildes definierte Segment zur Bezugsgröße für die Helligkeit aller anderen Punkte wird und dem reinen Weiß entspricht.
Weichzeichnen (englisch blur: verwischen) ist der Oberbegriff für Bildveränderungen, die die Bildschärfe herabsetzen oder die Konturenschärfe eines Bildes verringern. Bildbearbeitungsprogramme bieten eine Fülle von Weichzeichnungsfiltern zur Auswahl an. Am bekanntesten ist der Gaußsche Weichzeichner.
Arbeitsgänge, die nach dem eigentlichen Druckvorgang zu dem fertigen Druckerzeugnis führen. Je nach Art des Produkts gehören dazu das Falten, Zusammenlegen und Beschneiden der bedruckten Bogen sowie das Binden und gegebenenfalls Verpacken.
Das Verpackungsmaterial besteht in seiner einfachsten Form aus einer gewellten Papierbahn, die mit zwei ineinander greifenden, geriffelten Walzen mit Druck und Hitze hergestellt wird, und aufgeklebten glatten Papierbahnen auf einer oder beiden Seiten. Wellpappe wurde 1871 in den USA erfunden und fand wegen seiner guten Verpackungseigenschaften (hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht) schnell weite Verbreitung.
Druck von Büchern und Broschüren, die im Wesentlichen Text und nur zum geringen Teil Bilder enthalten.
Papier mit höherem Volumen zur Herstellung von Büchern. Es existieren holzfreie und holzhaltige Sorten.
Schrift für den normalen Mengensatz eines Druckerzeugnisses.
Falzart, bei der jeder Bruch parallel und in gleicher Richtung erfolgt, so dass je nach Anzahl der Brüche eine Wicklung entsteht. Der Wickelfalz ist ein Parallelfalz. Zwei oder mehrere gleich breite Teile des Falzbogens werden um ein Bogenteil gefalzt. Ein Zweibruch-Wickelfalz ergibt demnach drei Blatt (sechs Seiten), ein Dreibruch-Wickelfalz vier Blatt (acht Seiten).
Der zweite Druckgang, bei dem die Rückseite des Druckbogens bedruckt wird, heißt Widerdruck. Den ersten Durchgang bezeichnet man als Schöndruck.
Buchdrucke mit beweglichen Lettern, die bis ins 15. Jahrhundert entstanden. Die Gesamtzahl der damaligen Titel wird auf bis zu 40.000 geschätzt. Sie haben in der Regel kein Titelblatt, und es fehlt häufig ein Hinweis auf den Drucker, den Druckort und das Erscheinungsjahr. Da man davon ausgeht, dass die frühen Drucker zugleich auch ihre eigenen Schrifttypen herstellten, erfolgt die Herkunftsbestimmung von Wiegendrucken unter anderem über einen Vergleich der verwendeten Schriften.
Sinngemäß übersetzt: Was man als Bildschirmdarstellung sieht, bekommt man ausgedruckt. Wysiwyg ist eine Funktionsweise von Computerprogrammen, die bei Desktop Publishing-Systemen unabdingbare Voraussetzung für die Arbeit ist.
Die 1937 von dem amerikanischen Patentanwalt Chester F. Carlson erfundene Xerografie ist ein Druckverfahren, das ursprünglich für Kopierer entwickelt wurde, mit dem heute aber auch Laserdrucker und digitale Drucksysteme arbeiten. Die Grundlage bildet eine mit einem Fotohalbleiter beschichtete Trommel, die elektrisch aufgeladen und durch ein darauf projiziertes Motiv partiell wieder entladen wird. Dunkle Flächen behalten ihre Ladung, und dort bleibt aufgebrachtes Farbpulver (Toner) haften. Das so geformte Bild wird anschließend auf Papier übertragen und mit Wärme fixiert.
Symbolsprache zum Beschreiben der Struktur von Dokumenten. Äußerlich ähnelt XML dem im Internet üblichen HTML. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass man die in XML verwendeten Symbole (Tags) in weiten Grenzen frei wählen kann, während sie in HTML fest definiert sind. Dadurch lassen sich spezielle Formen von XML für fast beliebige Anwendungen bilden. XML ist im Wesentlichen eine eingeschränkte Form der in der Norm ISO 8879 definierten, allgemeinen Dokumentenbeschreibungssprache SGML und wurde für die Übertragung reich strukturierter Dokumente über das World Wide Web geschaffen.
Menge der Buchstaben, Ziffern und Zeichen, die ein Schrifttyp enthält oder ein Ein- oder Ausgabegerät verarbeiten kann.
Abstand von Schriftlinie zu Schriftlinie, er wird in Millimeter oder DTP-Punkt gemessen.
Stark holzhaltiges, gegebenenfalls satiniertes Papier für Rotationsdruck (Hochdruck oder Offsetdruck) mit einem Flächengewicht von in der Regel 40 bis 57 Gramm pro Quadratmeter. Als Rohstoffe enthält es vor allem Altpapier und Holzstoff, daneben Zellstoff. Diese Papierart hat eine hohe Opazität, vergilbt aber relativ schnell.
Für das Format von Tageszeitungen haben sich verschiedene Standardgrößen herausgebildet.
Die wichtigsten sind:
Berliner Format - 315 x 470 Millimeter,
Rheinisches Format - 350 x 510 Millimeter,
Nordisches Format - 400 x 570 Millimeter,
Tabloid-Format - 235 x 320 Millimeter.
Als Rohstoff für die Papierherstellung ist Zellstoff ein Material aus Zellulosefasern, die chemisch aus pflanzlichen Rohstoffen - vor allem Holz, aber auch Einjahrespflanzen - gewonnen werden.
Kettenmolekül aus Traubenzuckerelementen (Polysaccharide) und als Hauptbestandteil des Pflanzenmaterials verantwortlich für seine mechanische Stabilität. Zellulose verleiht dem Papier als wichtigster Bestandteil seine Festigkeit, entweder in Form von Holz- oder Pflanzenfasern oder als Zellstoff, das aus reinen Zellulosefasern besteht.
Parallelfalz mit mehr als drei Blättern, bei dem jeder Parallelbruch in entgegengesetzter Richtung gefalzt wird wie der vorhergehende - in wechselnde Richtungen.
Als Sulfitzellstoffpapier besteht ZP-Papier aus mindestens 65 Prozent Primärfaserstoff (Sulfitzellstoff und Holzstoff) und höchstens 30 Prozent Altpapier.
Hier werden die Bogen in Teile getrennt, zusätzlich wird ein Materialstreifen herausgeschnitten. Dies ist beispielsweise bei Rand abfallenden Druckflächen oder Bildern erforderlich.